OSI

Stichworte Mike Portnoy | Dream Theater | Chroma Key | Gavin Harrison | King Crimson | No-Man



OSI, Abkürzung für Office of Stratgegic Influence, Progressive-Rock-Projekt, 2003 von dem amerikanischen Gitarristen Jim Matheos (* 1962) begonnen; der Namen bezieht sich auf eine von der amerikanischen Regierung nach dem Anschlag auf das World Trade Centers in New York eingerichteten Behörde.

Bandbiografie

Matheos, Gitarrist der Metal-Band Fates Warning, plante zunächst, unter dem Namen OSI eine Solo-CD zu produzieren und fragte Mike Portnoy, Schlagzeuger der Progressive-Rock-Band Dream Theater, ob er den Drum-Part übernehmen würde. Portnoy sagte zu und so versuchte Matheos, der zu diesem Zeitpunkt bereits einen Song eingespielt hatte, auch den Sänger und Gitarristen der britischen Progressive-Rock-Band Porcupine Tree, für sein Projekt als Sänger zu gewinnen. Wilson war von der Musik Matheos’ allerdings nicht recht überzeugt und sagte zunächst ab, steuert später aber für den Song »shutDOWN« dann doch den Gesang bei.
Matheos sah in der beginnenden Arbeit an seinem Album den Vorteil mehrere Musiker und bat Kevin Moore von Chroma Key, Keyboards zu spielen; Moore übernahm dann auch den Gesangspart für die meisten Songs. Als Bassist engagierte Matheos San Malone, Bassist bei Gordian Knot, der auch den Chapman Stick beherrscht. Matheos und seine Mitstreiter erhielten für ihr Album einen Vertrag bei dem deutschen Progressive-Rock-Label InsideOut.
»Office of Strategic Influence«, so der Titel des ersten Albums, wurde 2003 veröffentlicht. Das Cover der Deluxe-Ausgabe war in der Form eines Passes gehalten und enthielt eine Bonus-CD mit unter anderem dem Song »Set the Controls fort he Heart of the Sun«, ein Song vopn Pinks Floyds LP »A Saucerful of Secrets« (1968).
Matheos und Moore fanden Gefallen an dieser Art von Musikproduktion. Portnoy trommelt auch für das zweite Album der beiden Musiker. Für Malone kam der Bassist von Fates Warning, Joey Vera. »Free« wurde 2008 veröffentlicht. Am dritten Album, der 2009 veröffentlichten CD »Blood«, war Portnoy allerdings kaum noch beteiligt, für ihn engagierten Matheos und Moore Gavin Harrison, Schlagzeuger von Porcupine Tree und King Crimson. Mit Tim Bowness von No-Man und Mikael Åkerfeld von Opeth waren auch zwei Gastsänger gefunden worden.
Aus einem bestimmten Blickwinkel ist OSI natürlich eine Supergroup des interkontinentalen Progressive Rock. An der Musik ist das allerdings in weniger zu erkennen als an den jeweiligen Musikerlisten. So klingen nahezu alle Titel, in denen Moore den Vokalpart übernahm, wie Songs von Chroma Key, und Steve Wilson beispielsweise ließ »shutDown« wie einen vergessenen Song seiner Band Porcupine Tree klingen. Matheos dagegen verbarg den Heavy-Metal-Gitarristen nicht, doch spielt er auf den Tracks der drei Alben stets geradezu »gruppendienlich«, es gibt keine ausgedehnten Soli, dafür aber häufig Unisono-Passagen mit Gitarre und Bass.



Diskografie

Office of Strategic Influence (2003)
Free (2006)
Blood (2009)



Weblink

http://www.osiband.com/ (Offizielle Website der amerikanisch-britischen Progressive-Rock-Band OSI)