Peter Sinfield

Sinfield, Pete, eigentlich Peter John Sinfield, britischer Dichter und Künstler, * Fulham (London, England) 27.12. 1943

Biografie

Pete Sinfield, entdeckte als Schüler seine Liebe zur Dichtung und zu Büchern. Nach der Schulzeit versuchte er sich seit seinem 17. Lebensjahr in verschiedenen Tätigkeiten, fand sich aber Mitte der 1960er-Jahre im Umfeld von Londoner Kunststudenten wieder, in deren Leben die aktuelle Pop Music eine erhebliche Rolle spielte. So lernte auch Sinfield Gitarre und gründete 1967 eine Band, in der auch der Saxofonist und Keyboard-Spieler Ian McDonald (1946) Mitglied war. 1968 schloss sich McDonald, der sich in Sinfields Band unterfordert fühlte, dem Trio Giles, Giles and Fripp an, machte Fripp und die Giles-Brüder aber mit Sinfield bekannt. So gehörte Sinfield bald selbst zu der Band, die sich nun King Crimson nannte, betätigte sich als Roadie und steuerte bei Konzerten die Lichtanlage. Vor allem aber schrieb er die Texte zu den Songs, die 1969 mit »In the Court of the Crimson King« und 1970 mit »In the Wake of Poseidon« veröffentlicht wurden. Bis 1972 blieb Sinfield bei King Crimson, produzierte dann die erste LP von Roxy Music und spielte mit »Still« ein eigenes Album ein – es sollte der Grundstein für eine Solokarriere als Musiker werden. Doch engagierte ihn Greg Lake, früher bei King Crimson, für Emerson, Lake & Palmer als Texter, so dass Sinfields Musikerkarriere schon wieder zu Ende war, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte; immerhin konnte er »Still« 1973 bei Manticore Records, dem Label der Band veröffentlichen. Die Zusammenarbeit mit ELP verlief zwar nicht immer reibungslos, er stritt sich mit den Musikern auch um Geld, doch lieferte er selbst noch für »Love Beach« (1978) die Texte. Dann zog er sich wieder, wie schon Mitte der 1970er-Jahre, an die Strände des Mittelmeers zurück.

1980 kehrte Sinfield nach Großbritannien zurück und nahm seine Tätigkeit als Texter für Musik wieder auf, wenn es auch keine Progressive-Rock-Bands mehr gab, die daran hätten Interesse haben können. Dennoch blieb er gefragt und verfasste Texte etwa für Andy Hill, Bucks Fizz, Celine Dion und Leo Sayer.
Sinfield lieferte mit seinen Texten eine der bedeutendsten Blaupausen für das, was thematisch im Progressive Rock von Relevanz sein sollte: Surrealismus und Science Fiction. Dabei schöpfte er aus den Erlebnissen eines bunten Lebens – und einigen Kindheitserinnerungen. Der Text zu Greg Lakes Hit »I believe in Father Christmas«, 1975 veröffentlicht, machte ihn unsterblich – längst gehört der Song zum Kanon der englischen Weihnachtslieder.

Diskografie

Still (1973; als CD unter dem Titel Stillusion wieder veröffentlicht)

Literatur

Sinfield, Peter: Under the Sky: A Collection of Lyrics and Poems; London 1974

Weblink

www.songsouponsea.com (Offizielle Website des britischen Lyrikers Peter Sinfield)