Spock´s Beard

Spock´s Beard, amerikanische Progressive-Rock-Band, 1992 von den Brüdern Neal Morse (* 1960; Gesang, Gitarre, Keyboards, Komposition) und Alan Morse (Gitarre, Gesang) in Los Angeles gegründet. Zu der Gründungsformation gehörten der Schlagzeuger Nick d´Virgilio und der Bassist Dave Meros; 1997 kam Keyboard-Spieler Ryo Okumoto als weiteres Mitglied in die Band. Der Name bezieht sich auf eine Folge aus der TV-Serie »Star Trek«, in der der Vulkanier Mr. Spock einmalig mit Bart auftrat.

Bandbiografie

Spock´s Beard veröffentlichten 1995 ihr Debütalbum. »The light« präsentierte einerseits das außergewöhnliche instrumentale Können der Musiker, andererseits, mit welcher Musik diese Musiker erfolgreich werden wollten: Progressive Rock. So enthielt die CD lediglich drei Kompositionen, ausgedehnte Rock-Suiten im Stile früherer Musik etwa von Yes, Gentle Giant, Genesis und King Crimson. Regelmäßig veröffentlichte die Band in den folgenden Jahren ähnliche CDs, häufig Konzeptalben.

Die letzte CD dieser zwar hochvirtuosen, aber auch etwas gleichförmigen Musik stellte »Snow« dar, ein Rock-Oratorium, in dessen Zentrum eine messianische Figur steht. Die Thematik kam nicht von ungefähr: Nach Veröffentlichung der CD verließ Neil Morse Spock’s Beard, um sich ausschließlich christlich orientierter Musik zu widmen. Den Platz am Mikrophon des Lead-Sängers übernahm D’Virgilio. Das 2003 vorgelegte Album »Feel Euphoria« zeigte aber, dass nicht nur durch diesen Wechsel sich die Musik der Band verändert hatte: Alan Morse beanspruchte mehr Raum für sich und so gerieten die bisher dominanten Keyboard-Klänge in den Hintergrund, zumal Okumoto nunmehr alleiniger Keyboard-Spieler blieb. Für allfällige Tourneen wurde der Schlagzeuger Jimmy Keegan engagiert.

Abseits dieser Umbesetzungen fiel weit mehr ins Gewicht, dass die Kompositionen nicht mehr ausschließlich innerhalb der Band entstanden: Für neue Songs und Hilfe bei der Komposition engagierten die Musiker Stan Ausmus und John Boegehold, die ihre Ideen so virtuos in die jeweiligen Kompositionen der Bandmitglieder einfügten, dass nach kurzer Zeit kaum noch ein Stück ohne die Hilfe von Ausmus oder Boegeholds zustande kam. Boegehold brachte es – so die Liner Notes zu »Spock´s Beard« (2006) – zum Titel »The Fifth Beardle«. Dennoch blieb die Musik der Band weiterhin dem Progressive Rock britischer Prägung verpflichtet, hier und da mit Einsprengseln aus dem amerikanischen Stadium Rock garniert.

Im Laufe der Jahre hat die Band mehrere Live-Alben veröffentlicht. All diese Alben zeigen Spock’s Beard als eine Band, die die teilweise äußerst komplizierten und instrumental schwierig auszuführenden Kompositionen auch im Konzertsaal auszuführen imstande ist – nicht ohne Grund trägt ein Live-Album den Titel »Don´t try this at home« (2000). King Crimson oder Gentle Giant waren eben nicht nur die ideellen Vorbilder der Band, lieferten vielmehr mit ihrer Musik auch Kompositionsmittel, die Spock’s Beard eifrig nutzten. Viele Passagen in der Musik der band erinnern dann auch an »Close to the edge« oder »Relayer« von Yes oder an »Three friends« und »Interview« von Gentle Giant.

Diskografie

The light (1995)
Beware of darkness (1996)
Official live bootleg/The beard is out there (1996)
The kindness of strangers (1998)
From the vault (1998)
Live at the whisky and NEARfest (1999)
Day for night (1999)
V (2000)
Don’t try this at home (2000)
Don’t try this @ home either (2000)
There and here (2000)
Snow (2002)
Feel euphoria (2003)
Octane (2005)
Gluttons for punishment (2005)
Spock’s beard (2006)
Live (2008)

Weblink

http://www.spocksbeard.com (Offizielle Website der amerikanischen Rockband Spock´s Beard)