Pavlov’s Dog

Stichworte Mellotron | King Crimson



Pavlov’s Dog , amerikanische Rockband, 1972 in St. Louis (Missouri) gegründet; die Anfänge der Band reichen bis in das Jahr 1970 zurück.

Bandbiografie

In der nach dem bekannten Versuch des russischen Physiologen Iwan Pawlow benannten Band hatten der Sänger und Gitarrist David Surkamp, der Gitarrist Steve Scorfina, der Bassist Rock Stockton, der Schlagzeuger Mike Safron, der Keyboard-Spieler David Hamilton, der Flötist Doug Raybury und der Geiger Siegfried Carver, eigentlich Richard Nadler, zusammengefunden. Die erste LP der Band, »Pampered menial«, war 1975 zunächst von ABC Records, einem Unterlabel der amerikanischen Plattenfirma CBS veröffentlicht worden. CBS entschloss sich allerdings bald, die Platte unter dem eigenen Label-Namen noch einmal zu veröffentlichen. Mit ihrem eigentümlichen Gesamtklang, basierend auf Mellotron und Streichinstrumenten, vor allem aber dem falsettierenden Stimmeklang Surkamps, erinnerte zwar an diverse Bands des Progressive Rock wie King Crimson und Rush, doch mochte diese Musik Mitte der 1970er-Jahre niemand in den USA oder Europa hören.
Auch mit der zweiten LP, »The sound of the bell« (1976), hatte Pavlov’s Dog keinen Erfolg und enttäuschte damit die Erwartungen von CBS. Ein drittes, bereits fertig produziertes Album der Gruppe wurde gar nicht erst veröffentlicht: Surkamp sah sich gezwungen, seine Band aufzulösen. Von der dritten LP kursierte viele Jahre lang ein Bootleg mit dem Titel »The St. Louis Hounds«, das 1994 dann legal veröffentlicht wurde. Auch die beiden ersten CDs wurden in Form einer Doppel-CD wieder auf den Markt gebracht.
2004 stellte Surkamp Pavlov’s Dog wieder zusammen und gab auch ein Konzert, das zunächst als einmaliges Ereignis geplant worden war. Die Band war nahezu komplett, lediglich der Geiger Siegfried Carver hatte abgesagt. Das Konzert rief überraschend große Resonanz beim Publikum hervor, so dass Surkamp seitdem mit der Band zumal in Deutschland sporadisch auftritt.
Obwohl in den USA gegründet, orientierte sich David Surkamp mit Pavlov’s Dog besonders an der britischen Ausprägung des Progressive Rock. Die Mischung von Psychedelic Rock und aus der Kunstmusik entlehnten Elementen, von sanft melancholischen Streicherklängen und vor allem der singulären, unverkennbare Stimme Surkamps kam indes zur Unzeit auf den Markt, zumal Progressive Rock in den USA nie den Stellenwert wie in Europa hatte. Nur wenige Jahre zuvor hätte Pavlov’s Dog leicht neben Bands wie King Crimson bestehen können.
Bemerkenswert in ihrer Rätselhaftigkeit sind die Cover der ersten beiden LPS: Jeweils in Schwarz und Weiß gehalten, zeigt eines einen gewöhnlichen, offensichtlich mit sich selbst aber sehr zufriedenen Straßenköter, das andere Surkamp, wie er in der Manier des Glöckners von Notre Dame eine große Glocke in Bewegung setzt.



Diskografie

Pampered menial (1975)
At the sound of the bell (1976)
Third (1994)

Als David Surkamp – Pavlov’s Dog

Trinity sessions (2007)



Weblinks

http://www.pavlovs-dog.de (Website zu der amerikanischen Rockband Pavlov’s Dog)