Sky

Stichworte Curved Air | Arrangement | Rick Wakeman | Ekseption |Adaption | Emerson, Lake & Palmer



Sky, international besetzte Rockgruppe, 1978 gegründet.

Bandbiografie

John Christopher Williams (* 1941) hatte sich bereits als führender Gitarrist der traditionellen Kunstmusik etabliert, als er 1971 mit dem Album »Changes« den Plan verwirklichte, Musik außerhalb der so genannten klassischen Musik aufzunehmen. Bei dieser Gelegenheit lernte er den Bassisten Herbie Flowers, eigentlich Brian Keith Flowers (* 1938), und den Schlagzeuger Tristan Frey kennen. Flowers hatte Bass in den Gruppen Blue Mink, T. Rex und CCS gespielt, aber auch etwa mit George Harrison, David Bowie und Elton John zusammen gearbeitet; Fry war als Schlagzeuger Studiomusiker, spielte aber auch die Pauken im Royal Philharmonic Orchestra und in der Academy of St. Martin in the Fields. Als die drei Musiker1978 für die Aufnahmen von Williams’ Album »Travelling« erneut zusammen kamen, entschlossen sie sich, gemeinsam unter dem Namen Sky eine Rockband ins Leben zu rufen Die Band erhielt nicht zuletzt aufgrund des Renommees von Williams unmittelbar nach Gründung einen Plattenvertrag bei dem deutschen Label Ariola Records.
Bereits 1979 erschien »Sky« das Debütalbum der Band. Neben Williams, Monkman und Fry gehörten nun auch der Keyboard-Spieler Francis Monkman (* 1949), vorher bei Curved Air, und der Gitarrist Kevin Peek, der gleichermaßen perfekt das Spiel der akustischen Gitarre und elektrischen Gitarre beherrschte und für diverse Größen der Rockmusik in die Satien gegriffen hatte, aber auch ein Diplom der Royal Academy of Music besaß. Das Album enthielt eine Reihe von Instrumentalstücken, darunter ein Arrangement eines Teils der »Trois Gymnopédies« von Erik Satie (* 1866, † 1925) sowie die fünfteilige Suite »Where Opposites meet«. Auch die zweite LP, ein Doppelalbum mit dem Titel »Sky 2«, präsentierte 1980 eine Mischung von Bearbeitungen und – mitunter höchst ambitionierten – eigenen Stücken, die allemal Virtuosität wie musikalische und musikhistorische Vorbildung ihrer Urheber durchscheinen ließen. Als Monkman im selben Jahr ging, um seiner eigenen Karriere gerecht werden zu können, wurde er durch Steve Gray (* 1944, † 20089 ersetzt wurde; wie Monkman war auch Gray als Komponist ausgewiesen. Mit Gray setzte die Band ihre Karriere in der eingeschlagenen Bahn fort. Nach »Sky 3« (1981) wurde 1982 »Sky 4 Forthcoming« veröffentlicht; letzteres Album enthielt nur noch Bearbeitungen von Vorlagen aus der traditionellen Kunstmusik, darunter Werke von R.Wagner, H. Berlioz, M. Ravel und J.S. Bach. Auch die Alben »Sky Five Live« (1983) und »Cadmium« (1983) waren nach demselben Muster angelegt.
1984 verließ Williams die Band. Die Band blieb Quartett, da Williams – der Star der Band – nicht durch einen anderen Musiker ersetzt wurde. Stattdessen wurde für anstehende Tourneen jeweils ein Gastmusiker engagiert; so traten etwa der Keyboard-Spieler Rick Wakeman, der Saxofonist und Flötist Ron Aspery und der Gitarrist Lee Fothergill mit Sky auf.
Nachdem Williams die Band verlassen hatte, sank indes die Popularität der Band. Noch während der Aufnahmen zu »The Great Balloon Race« (1984) entließ Ariola die Band aus dem Vertrag. Die LP enthielt auch keine Adaptionen traditioneller Kunstmusik mehr, sondern ausgeklügelte Kompositionen der Bandmitglieder. Nunmehr bei Epic Records unter Vertrag veröffentlichte Sky 1987 noch die CD »The Mozart Project« – eine Zusammenarbeit mit dem Orchester Academy of St. Martin the Field, ausschließlich Bearbeitungen einiger Werke Mozarts gewidmet. Danach, mehr noch nach dem Weggang Kevin Peeks, zerfiel die Band, wenn sie auch nicht offiziell aufgelöst wurde; es gab noch einige wenige Konzerte, doch kam es nicht mehr zu neuen Plattenaufnahmen.
Sky erweckte Zeit ihres den Eindruck, eine Art Hobby-Band von erstklassigen Musikern zu sein. Die Musik der Musiker um Williams und Flower wurde kaum als Rock angesehen, obwohl sie durchaus Rock-Elemente enthielt. Doch fehlte ein Sänger, und die große Zahl der Bearbeitungen von Vorlagen der »Hits« der Kunstmusik ließ an Ekseption, nicht an beispielsweise Emerson, Lake & Palmer denken. Die Musik war hervorragend gespielt und produziert, doch fehlte den Eigenkompositionen der Bandmitglieder häufig das emotionale Element, das genuine Rockmusik auszeichnet.



Diskografie

Sky (1979)
Sky 2 (19809
Sky 3 (1981)
Sky 4 Forthcoming (1982)
Sky Five Live (1983)
Cadmium (1983)
The Great Balloon race (1985)
Mozart (1987)



Weblink

http://plum.cream.org/sky/index.htm (Website zu der Band Sky)