The Stranglers

Stranglers, The, britische Rockband, 1974 in Guildford, Surrey, als The Guildford Stranglers gegründet.

Bandbiografie

Zu den Gründungsmitgliedern der Band gehörten der Gitarrist Hugh Cornwell (* 1949), der Bassist Jean-Jacques Burnel (* 1952) und der Schlagzeuger Jet Black, eigentlich Brian Duffy (* 1958). 1975 fand das Trio über eine Anzeige in der Musikzeitschrift The Melody Maker den Keyboardspieler Dave Greenfield (* 1949). Im selben Jahr benannte sich die Gruppe in The Stranglers um und erhielt nach einem Auftritt im Konzert-Vorporgramm der amerikanischen Band The Ramones einen Plattenvertrag bei United Artists Records.
Mit ihrem aggressiven Auftreten machten sich The Stranglers Mitte der 1970er-Jahre schnell einen Namen als eine der führenden Bands im prosperierenden Punk. Vor allem die LPs »Rattus norvegicus« (1977), »No more heroes« (1977) und »Black and white« (1978) sorgten für die Popularität der Gruppe, die sich allerdings vornehmlich auf Großbritannien beschränkte. In den USA dagegen reüssierte die Band erst, als Cornwell nach zehn gemeinsamen LPs 1990 eine Solokarriere einschlug und danach der Gruppenklang sich milderte. Für Cornwell kamen der Gitarrist und Sänger John Ellis (* 1952) und der Sänger Paul Roberts in die Band (* 1959). Nachdem Ellis 2000 und Roberts 2006 The Stranglers verlassen hatten, wurden sie durch den Sänger und Gitarristen Baz Warne (* 1964) ersetzt. Obwohl die Band auch in den 1990er-Jahren und in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts immer wieder CDs veröffentlichte, hielt sich ihr kommerzieller Erfolg nunmehr in engen Grenzen.
Wenn auch vor allem Burnel The Stranglers stets als Punk-Band ansah und die Musiker sich mit brachialen Konzerten und provokativem Gebaren die einschlägige Reputation erworben hatten, so ist in ihrer Musik fast nichts von Punk zu finden. Vielmehr handelt es sich selbst auf ihren ersten Veröffentlichungen um eine artifizielle, mitunter hochdifferenzierte Musik, die die Punk-Attitüde nur nutzt, aber den Anspruch nicht einlöst. Ist schon die Verwendung von Hammondorgel – deren Einsatz an die Musik der Doors erinnert – und Cembalo (»Golden Brown«, 1982) für Punk nicht gerade typisch, so zeigen ungerade Taktarten, die trickreiche Verzahnung von Gitarren- und Bassriffs, aufblitzendem Kontrapunkt und nicht zuletzt die gewählten Song-Themen, dass die Musiker den Punk als Hintergrund nutzten, tatsächlich aber eine höchst singluäre Musik im Sinn hatten.



Diskografie

Rattus norvegicus (1977)
No more heroes (1977)
Black and white (1978)
Live (X cert) (1979)
The raven (1979)
The Stranglers and friends (1980)
The gospel according to the meninblack (1981)
La folie (1981)
Feline (1983)
Aural sculpture (1984)
Dreamtime (1986)
All live and all of the night (1988)
10 (1990)
Stranglers in the night (1992)
About time (1995)
Access all areas (1995)
Written in red (1997)
Friday the thirteenth (1997)
Coup de grace (1998)
Live at the Hammersmith Odeon ’81 (1998)
5 live 01 (2001)
Norfolk coast (2004)
Coast to coast: Live on tour (2005)
Suite XVI (2006)



Weblinks

http://www.stranglers.net (Offizielle Web Site der brititschen Band The Stranglers)