Train

Train, amerikanische Rockband, 1994 in San Francisco (Kalifornien) gegründet.

Bandbiografie

Der Sänger Patric Monahan (* 1969) und der Gitarrist Rob Hotchkiss hatten 1994 den Plan gefasst, gemeinsam Songs zu schreiben und gegebenenfalls aufzunehmen. Hotchkiss konnte den Bassisten Charlie Colin und den Gitarristen Jimmy Stafford (* 1964), mit denen er zuvor in der Band The Apostles gespielt hatte, überzeugen, sich ebenfalls Train anzuschließen. In Scott Underwood fand das Quartett wenig später einen geeigneten Schlagzeuger. Da es den Musikern nicht gelang, einen Schallplattenvertrag zu bekommen, nahmen sie auf eigene Kosten ihre erste CD auf. Aus »Train« (1998) koppelten sie drei Singles aus, die allesamt recht erfolgreich waren – »Meet Virginia« etwa brachte es bis in die Top Twenty der Hitparade des Branchenblattes Billboard und für »Drops of Jupiter (Tell Me)« konnte die Band 2002 zwei Grammys entgegennehmen.. Aufgrund des Erfolges der Singles erreichte das Album Platin-Status und machte dadurch das Label Columbia auf die Band aufmerksam. Die Musiker unterzeichneten einen Vertrag mit Columbia und veröffentlichten 2001 ihr zweites Album. »Drops of Jupiter« stellte den Erfolg des Debüt-Albums noch in den Schatten, die Band konnte zwei Platin-Auszeichungen entgegennehmen.
2002 verließ Hotchkiss die Band wurde zunächst aber nicht ersetzt. Trotz des Verlustes – Hotchkiss hatte einen großen Teil der Songs geschrieben – bleib der Erfolg Train treu, und auch das folgende Album, »My Private Nation«, 2003 veröffentlicht, fand zahlreiche Käufer. Für »My Private Nation« hatte Hotchkiss noch sechs der zehn Songs geschrieben. Es zeigte sich, dass der versierte Song-Schreiber der Band fehlte, das Live-Album »Alive at Last« (2004) und die 2006 veröffentlichte CD »For Me, It’s You« stießen auf weit weniger Interesse beim Publikum als die vorangegangenen Veröffentlichungen. Zu dieser Zeit bestand Train aus Monahan, Stafford, Underwood, dem Bassisten Johnny Colt und dem Keyboard-Spieler Brandon Bush. Diese Besetzung hatte allerdings keinen Bestand: Nach drei Jahren Pause und der 2009 erfolgten Veröffentlichung der CD »Save Me San Francisco« gehörten zu Train Monahan, Stafford und Underwood. Die Band hatte sich regenerieren können, der Erfolg kehrte zurück, die aus dem Album entnommene Single »Hey, Soul Sister« war nach »Drops of Jupiter (Tell Me)« die zweite Single, die in den Top Ten der Charts notiert wurde.
Train ist in den USA immens erfolgreich und steht für eine Reihe von Mainstream-Rockbands, die sich auf die Tradition der Rockmusik beziehen und mit relativ einfachen, aber routiniert und gekonnt geschriebenen und gespielten Songs ihr Publikum finden. Im Vordergrund steht allemal die Melodie, die Hook Line, und der Gesang, instrumentale Raffinessen spielen eine untergeordnete, aber keine nebensächliche Rolle. Erstaunlicherweise ist Train in Europa – mit Ausnahme vielleicht Großbritanniens – nahezu unbekannt. Der Grund für die Zurückhaltung der Europäer ist nicht recht auszumachen, möglicherweise ist die Ursache in dem gänzlich anderen Rundfunkwesen zu suchen – die Musik von Train ist im Programm der Stationen, die sich ausschließlich klassischem Rock widmen, fester Bestandteil.



Auszeichnungen

Grammy 2002 in zwei Kategorien



Diskografie

Train (1998)
Drops of Jupiter (2001)
My Private Nation (2003)
Alive at Last (2004)
Fou (2006)
Save Me San Franisco (2009)



Weblink

http://www.trainline.com/ (Offizielle Website der amerikanischen Rockband Train)