Fiona Apple

Apple, Fiona, eigentlich Fiona Apple McAfee Maggart, nach anderer Quelle Fiona Apple Murphy Maggart, amerikanische Pop- und Rockmusikerin (Gesang, Klavier, Text, Komposition), * New York City 13.9.1977.

Biografie

Aufgewachsen in einer seit Generationen im amerikanischen Show-Geschäft verwurzelten Familie, erhielt Fiona Apple früh Klavierunterricht und begann als Teenager Songs zu schreiben. Sie fertigte Demo-Aufnahmen dieser Eigenkompositionen an und gab 1994 einer Freundin, die mit der Musikjournalistin Kathryn Schenker bekannt war, eine Tonbandkassette mit. Schenker wiederum gab diese Kassette an Andy Slater, der für die Schallplattenfirma Sony arbeitete, weiter. Slater nahm die Sängerin, die ihren Namen auf Fiona Apple verkürzte, unter Vertrag.

1996 veröffentlichte Epic Records, ein Unterlabel von Sony, das Debütalbum Apples. »Tidal« war von an Anfang an ein erfolgreiches Album, und im Laufe der Jahre wurden annähernd drei Millionen Exemplare verkauft. Wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatte die Single »Criminal«, ein wuchtiges Stück Rockmusik, von Apple kühl gesungen. Die Single erreichte die Top-Fourty der Charts des Branchenblattes Billboard und das dazugehörige Video wurde eine Zeit lang ständig bei MTV abgespielt. 1998 erhielt die Sängerin einen Grammy für den Song.

1999 kam mit »When the Pawn« das zweite Album Fiona Apples in die Plattenläden. Für die Produktion hatte ihr Sony Jon Brion an die Seite gestellt, der die Stilmittel Apples – etwa das obligate Piano und den häufigen Einsatz des Chamberlins, eines Vorläufers des Mellotrons – noch hervorhob und auch für den einen oder anderen Song ein Orchester heranzog. »When the Pawn« ist im übrigen nicht der vollständige Titel des Albums; vielmehr besteht der komplette Titel des Albums aus einem Gedicht Apples. Der vollständige Titel gilt als längster CD-Titel überhaupt: »When the Pawn hits the conflicts he thinks like a King what he knows throws the blows when he goes to the fight and he’ll win the whole thing fore he enters the ring there’ s nobody to batter when your mind s your migth so when you go solo, you hold your own hand and remember that depth is the greatest of heights and if you know whre you stand, then you’ll know where to land and if you fall it won’t matter, cuz you know that you’re right«.

Fiona Apple sang auf ihren CDs nur Eigenes, bei verschiedenen Gelegenheiten aber auch Songs anderer Musiker, so etwa John Lennons »Across the Universe« oder »Please Send Me Someone to Love« von Percy Mayfield. Mit Johnny Cash zusammen sang sie 2002 und 2003 Paul Simons »Bridge over Troubled Water« beziehungsweise »Father and Son« von Cat Stevens.

Die Veröffentlichung ihrer dritten CD verzögerte sich Jahr für Jahr. Wieder hatte sie Brion als Produzenten gewählt, war aber trotzdem unzufrieden mit dem Ergebnis und nahm die meisten Songs erneut auf. »Extraordinary Machine« kam 2005 auf den Markt. Das Album kam zwar schnell in die Top Ten der US-amerikanischen Charts, trotzdem war es anders als die Vorgänger kein kommerzielle Erfolg und die ausgekoppelten Singles konnten sich nicht in den Hitparaden platzieren.

Fiona Apple ist trotz ihres Grammys und einiger Grammy-Nominierungen, trotz ihrer Platin- und Gold-Schallplatten alles andere als ein Hätschelkind ihres Labels. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und findet auch nichts dabei, die Musikindustrie zu beschimpfen. Ebenso schonungslos ist sie auch sich selbst gegenüber, thematisierte ihr eigenes Leben – sie wurde als Kind vergewaltigt – und benutzt ihre Musik als radikales Ausdrucksmittel. Dem gegenüber steht eine mitunter seltsam versonnen klingende Musik, an deren stets ein wenig bedrohlich erscheinenden Klängen das Chamberlin maßgeblichen Anteil hat, selbst in brachialen Rocksongs wie »Criminal«, das im Ausklang an »Strawberry Fields Forever« von den Beatles erinnert.

Auszeichnungen

1998 Grammy

Diskografie

Tidal (1996)
When the Pawn… (1999)
Extraordinary Machine (2005)
The Idler Wheel Is Wiser Than the Driver of the Screw and Whipping Cords Will Serve You More Than Ropes Will Ever Do (2012)

Weblinks

www.fiona-apple.com (Offizielle Website der amerikanischen Pop- und Rockmusikerin Fiona Apple)