Beverly Knight

Knight, Beverly, eigentlich Beverly Ann Smith, britische Soulsängerin, * Wolverhampton (England) 22.3.1972.

Beverly Knight kam während ihrer Kindheit in einem streng religiösen Elternhaus bereits früh mit Gospelmusik in Berührung. Da ihre aus Jamaika stammenden Eltern weltliche Musik weitgehend ablehnten – lediglich Musik von Sam Cooke und Aretha Franklin ließen sie gelten – sang Beverly Knight bis in ihre Teenager-Zeit vor allem Gospel in ihrer Kirchengemeinde und in der Familie. Dennoch begann sie im Alter von 13 Jahren die ersten eigenen Songs zu schreiben.
Von ihrem achtzehnten Lebensjahr an sang sie ihre Songs gelegentlich in verschiedenen Clubs ihrer Heimatstadt, aber auch Jingles für den lokalen Rundfunk. Einen ihr angebotenene Plattenvertrag lehnte sie indes ab, weil sie zunächst ihr Studium der Theologie und Philosophie abschließen wollte.
1994 unterschrieb sie einen Vertrag mit dem Schallplatten-Label Dome Records. An der Produktion des Debütalbums »The B-Funk« (1995) waren mehrere Produzenten beteiligt, so vor allem die Gruppe 2B3, aber auch die Hip-Hop-Formation Blak Twang und das deutsche Produzentenduo Klarmann/Weber. Album und Sängerin erwarben sich zwar die Anerkennung der Kritik, Beverly Knight wurde zum besten R&B-Act 1996 ausgerufen, doch blieb der kommerzielle Erfolg weitgehend aus.
1997 wechselte Beverly Knight nach einer Auseinandersetzung über ihre musikalische Richtung von Dome zum bei der EMI beheimateten renommierten Label Parlophone. Schon im Jahr darauf erschien ihr zweites Album »Prodigal Sista«. Nun auch vermochte sie mit ihrer Musik die CD-Käufer zu überzeugen, und es wurden fünf Singles aus dem Album ausgekoppelt; allesamt gelangten sie in die Top-Forty der britischen Hitparade.
Mit ihrem dritten Album, »Who I am« (2002), konnte Beverly Knight den Erfolg des Vorgängeralbums noch einmal übertreffen, und die Single »Shoulda woulda coulda«, zusammen mit der Nashville-Größe Craig Wiseman geschrieben, konnte gar die Top-Ten der brtischen Hitparade erreichen. Ene ausgedehnte Tour schloß sich der CD-Veröffentlichugn an, bevor Beverly Knight 2003 die Arbeit an ihrem vierten Album aufnahm. Für »Affirmation« wechselte sie ihr komplettes Team, produziert wurde die Platte dann von Guy Chambers und Peter-John Vetes. Die beiden verschoben die Gewichte zugunsten von an Rock und gängigem Pop ausgerichteten Songs, wie etwa »Come as you are«. Der rauhe Song verschreckte zwar ihr angestammtes Publikum, dennoch kam sie mit ihm erneut in die Top-Ten. Unbeirrt auch durch eher gemischte Kritiken setzte Beverly Knight den eingeschlagenen Weg fort und nahm ihre fünfte CD in Nashville, der Hochburg der polierten Pop-Produktionen, auf. Für »Music city soul« (2007), eine Sammlung von kenntnisreich nachempfundenen Soul- und Rockstücken, konnte sie etwa Ron Wood als Gastmusiker gewinnen.
Wenn auch Beverly Knights Stimmklang ein anderer ist als der ihres Vorbilds Aretha Franklin, so ist der Einfluss der »Queen of soul« auf die Britin nicht zu überhören, anderseits kann der Hörer aber auch Anklänge an die frühen Alben von Prince ausmachen. Beverly Knight überzeugt vor allem mit eher traditionellen Songs, gleichgültig, ob sie an Soul oder an Rock angelehnt sind, während die R&B-Produktionen vor allem der ersten Alben weitgehend austauschbar erscheinen. Die sozial stark engagierte Sängerin – 2006 erhielt sie dafür und für ihre Verdienste um die Musik den Orden Member of the Britisch Empire – wurde 2005 von der Universität ihrer Heimatstadt mit einem Ehrendoktor ausgezeichnet.



Diskografie

The B-Funk (1995)
Prodigal sista (1998)
Who I am (2002)
Affirmation (2004)
Music city soul (2007)



Weblink

http://www.beverlyknight.com (Offizielle Website der britischen Soulsängerin Beverly Knight)