Beyoncé Knowles

Knowles, Beyoncé Giselle, amerikanische R&B-Sängerin und Produzentin, * Houston (Texas) 4. 9. 1981; von ihren Eltern gefördert, erhielt Knowles bereits im Kindesalter an der High School for Performing and Visual Arts in ihrer Heimatstadt eine professionelle Gesangs- und Tanzausbildung.

1990 gründete sie gemeinsam mit LaTavia Roberson und ihren Schulfreundinnen Kelly Rowland, LeToya Luckett, Keke Wyattund Ashley Tamar die Tanz- und Gesangsgruppe Girls Tyme. Sowohl als Solistin wie auch mit Girls Tyme absolvierte sie unter dem Management ihres Vaters zahlreiche Auftritte und gewann mehr als zwei Dutzend Talentwettbewerbe; ebenso nahm sie an Casting-Shows teil. Ein mit Elektra Records geplanter Plattenvertrag kam nicht zustande, doch nahm 1995 Columbia die mittlerweile zum Quartett geschrumpfte und in Destiny’s Child umbenannte Gruppe unter Vertrag.

Destiny’s Child, als deren Kopf Knowles galt, erarbeitete sich in der Folge innerhalb weniger Jahre den Status der kommerziell erfolgreichsten weiblichen Vocal-Formation überhaupt, bereits die ersten von Columbia veröffentlichten Singles konnten jeweils den ersten Platz der amerikanischen Charts einnehmen. Ende 2002 trennte sich die inzwischen auf Trio-Größe verkleinerte Gruppe zunächst vorläufig, da die einzelnen Mitglieder Solo-Pläne verfolgen wollten. Knowles nahm mit dem Rapper Jay-Z an Aufnahmen zu dessen Single » 03 Bonnie & Clyde« teil, und im Frühjahr 2003 an der Einspielung von Luther Vandross »The closer I get to you«, ein ursprünglich von Roberta Flack und Donny Hathaway vorgelegter Song; Knowles übernahm das Duett auch auf ihr erstes, 2003 unter dem Titel »Dangerously in Love« veröffentlichtes Album.

2004 kamen Destinys Child noch einmal zu Aufnahmen zusammen und veröffentlichten ihr viertes und letztes Album. »Destiny Fullfilled« war ebenso erfolgreich wie die Vorgänger-Alben, dennoch löste sich die Gruppe 2005 nach einer weltumspannenden Tournee endgültig auf.

Der Erfolg ihrer Solo-LP stand den Erfolgen Knowles‘ mit Destiny’s Child in nichts nach, was unter anderem daran abzulesen ist, dass das Album wie auch die daraus ausgekoppelte Single »Crazy in love« beide gleichzeitig in den USA und in Großbritannien die Spitzenpositionen der Hitparaden einnahmen. Für »Dangerously in love« erhielt Knowles 2004 in verschiedenen Kategorien insgesamt fünf Grammies. 2006 erschien mit »B’Day« ihre zweite CD, mit der die Sängerin den Erfolg ihres Erstlings noch übertreffen konnte, weltweit mehrere Millionen Exemplare verkaufte und für die Grammy Awards 2007 nominiert wurde. Knowles hatte es verstanden, innerhalb eines Jahrzehnts nicht nur eine weltweit höchst erfolgreiche Karriere als Sängerin aufzubauen, sondern reüssierte auch als Tänzerin, Song Writerin und Produzentin; sie baute unter dem Label House of Derion eine eigene Modelinie auf und trat in diesem Zusammenhang auch als Model auf. Seit 2001 ist sie in verschiedenen Filmrollen zu sehen gewesen, so unter anderem in der Bond-Parodie »Austin Powers in goldmember« (2002), in einem Remake des Films »The pink panther« (2006; Regie: Shawn Levy) und in dem vage an die Karriere der Supremes angelehnten Film »Dreamgirls« (2006; Regie: Bill Condon).
Knowles setzt in ihren Schallplattenproduktionen wie auch in den untrennbar damit verbundenen Konzert-Auftritten ihre Talente als Sängerin wie als Tänzerin optimal in Szene. Dabei greift sie vorherrschende Trends auf, ohne sie direkt selbst zu bestimmen. In ihrer Musik, die häufig von bekannten Produzenten des R&B wie Jay-Z, Richard Harrison, The Neptunes und Swizz Beatz ausgestaltet wird, finden sich in mitunter raffinierter Mixtur neben den Elementen aktueller Tanzmusik Reminiszenzen an den Soul vergangener Tage, an den Philly Sound und an New Yorker Disco-Musik der 1970er-Jahre. Wenn der direkte Vergleich mit Dianna Ross auch abwegig ist, fehlt ihr doch die unterkühlte Distanz von Ross, so ist ihre publikumswirksame Bedeutung unter Umständen noch größer.

Auszeichnungen

Songwriter of the year 2001
Grammy 2004 in fünf Kategorien

Diskografie

Dangerously in love (2003)
Live at Wembley (2004)
B’Day (2006)
I Am…Sasha Fierce (2008)

Film

Dreamgirls (2007 ; Regie: Bill Condon)

Weblinks

http://www.beyonceonline.com (Offizielle Website der Sängerin Beyoncé Knowles)