Candy Dulfer

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Dulfer, Candy, niederländische Saxofonistin, * Amsterdam 19.9. 1969; ihr Vater ist der niederländische Jazzsaxofonist Hans Dulfer.

Biografie

Candy Dulfer lernte als Kind zunächst ein wenig Schlagzeug, wandte sich als Sechsjährige dann aber dem Sopransaxofon zu. Ein Jahr später wechselte sie zum Altsaxofon. Als Mitglied einer Blaskapelle erhielt sie ein wenig formalen Unterricht, lernte im Grunde das Spiel des Instrumentes aber autodidaktisch. Bald nahm ihr Vater sie mit zu den Auftritten seiner Band De Perikels, dann engagierte sie die in den Niederlanden lebende amerikanische Saxofonistin und Sängerin Rosa King für ihre Band. King drängte sie auch, selbst eine Band zu gründen, so dass sie im Alter von 14 Jahren ihrer Band Funky Stuff vorstand.
Mit Funky Stuff war Dulfer nach wenigen Jahren so bekannt, dass sie 1987 einerseits die in den Niederlanden anberaumten Konzerte von Madonna eröffnete, andererseits die Gruppe 1988 von Prince engagiert wurde, dessen Band zu verstärken. Das Engagement wurde dann zwar wieder abgesagt, doch holte der Meister aus Minnesota Dulfer auf die Bühne, um sie ein Solo improvisieren zu lassen. Davon und vom attraktiven Äußeren der Musikerin angetan, ließ Prince sei auch in dem Video zu seinem Song »Partyman« auftreten.
Dieses Video wiederum veranlasste Dave Stewart, früher Teil des Duos Eurythmics, Candy Dulfer für die von ihm zu verantwortende Musik zu dem Film »De Kassière« (1989; Regie: Ben Verbong) engagieren. Dulfer steuerte einen wesentlich Teil zu dem Song »Lily Was Here« bei, der 1989 veröffentlicht wurde und Dulfer weltweit bekannt machte.
Die gewonnene Reputation ermöglichte es der Saxofonistin, unter dem Titel »Saxuality« 1990 ein eigenes Album aufnehmen und veröffentlichen zu können. Während das Album Hunderttausende Käufer fand, erreichte »Lily Was Here« den ersten Platz der Charts des amerikanischen Branchenblattes Billboard.
Seitdem teilt Candy Dulfer ihre Zeit auf ihre eigene Karriere als Band-Leaderin einerseits, auf diverse Engagements andererseits auf, beides höchst erfolgreich: Ihr Album »Candy Store« (2007) etwa erreichte den zweiten Platz in der Jazz-Hitparade von Billboard., engagiert wurde sie unter anderem von Van Morrison und Pink Floyd
Candy Dulfer ist das für einen Europäer nahezu unmögliche Kunststück gelungen, in einer uramerikanischen Musik wie Funk und so genanntem Smooth Jazz Erfolg zu haben und sich in eine Reihe mit Earl Bostic, Grover Washington, Junior Walker, David Sanborn und Maceo Parker zu stellen. Waren diese Musiker mit ihrem hitzigen Saxofonspiel sicherlich auch ihre Vorbilder, so steht sie längst mit ihnen auf einer Stufe. Beredtes Zeugnis von ihrem Funk-Spiel legen nicht weniger als zehn Alben ab, die sie seit Ende der 1980er-Jahre veröffentlichte.



Diskografie

Saxuality (1990)
Sax-a-Go-Go (1993)
Big Girl (1995)
For the Love of You (1997)
The Best of Candy Dulfer (1998)
Girls Night Out (1999)
Dulfer Dulfer (2002)
Right in My Soul (2003)
Candy Store (2007)
Funked Up & Chilled Out (2009)



Weblink

http://www.candydulfer.nl/ (OffizielleWebsite der niederländischen Saxofonistin Candy Dulfer)