Dido

Dido, eigentlich Dido Florian Cloud de Bounevialle O´Malley Armstrong, britische Popsängerin, * London 25.12.1971.

Biografie

Dido erhielt bereits als Kind eine grundlegende musikalische Ausbildung und lernte u. a. an der renommierten Guildhall School of Music in London Blockflöte, Klavier und Violine. Nach der Schulzeit arbeitete sie zunächst in einem Verlag und nahm dann ein Studium der Rechtswissenschaft auf, das sie aber aufgab, um sich ausschließlich ihrer musikalischen Karriere zu widmen.
Zunächst gelang es ihr, einige Aufnahmen auf einer Sammelplatte des unabhängigen Labels Nettwerk Records unterzubringen. Der Sampler, »Odds & ends« (1995), erregte das Interesse der Plattenfirma Arista Records, die die Sängerin für die USA unter Vertrag nahm und den Song »Thank you« im Rahmen des Soundtracks zu dem Film »Sliding doors« (1997; Regie Peter Howitt) veröffentlichte. Teile dieses Songs wiederum verwendete Eminem für seine Single »Stan« (1999), nicht ohne die Sängerin vorher artig zu fragen. Die Single war in Großbritannien äußerst erfolgreich und verhalf damit auch Dido zu einiger Bekanntheit.
Ende 1999 veröffentlichte Dido ihr erstes Album in den USA, Anfang 2000 dann auch in Großbritannien. »No Angel« war nicht zuletzt aufgrund der soliden Vorarbeit vom Start weg erfolgreich; insgesamt wurden von der CD weltweit angeblich mehr als 15 Millionen Stück abgesetzt. Die elf atmosphärisch dichten Songs zeigten die Sängerin nicht als weitere R & B-Queen, sondern stellten sie ins Zentrum einer eigenwilligen Mischung von Elementen aus Folk Music, World Music und Electronic Music bis hin zu vagen Trip-Hop-Anklängen (»My life«, 1999).
Mit einer weiteren Veröffentlichung hatte es die Sängerin nicht eilig. Sie ging auf Welttournee, sang 2002 für Carlos Santana auf dessen Album »Shamam« und half ihrem Bruder Rollo Armstrong bei dessen Musik und revanchierte sich damit für seine Arbeit an ihrem ersten Album. Auch am,zweiten wirkte Rollo Armstrong mit. Die Sängerin setzte mit »Life for rent« (2003) den eingeschlagenen Weg fort, wenn Dido nun auch mehr auf elegischen Pop setzte.
Der Erfolg Didos ist erstaunlich, er beruht im wesentlichen auf nur zwei CDs, die sie in einem knappen Jahrzehnt veröffentlichte. Die Musik, die vornehmlich von ihr und ihrem Bruder Rollo gestaltet wird, setzt vor allem auf den melancholischen Klang ihrer stets sehr in den Vordergrund gestellten Stimme, um den die Arrangements aus den Klängen akustischer elektronischer Instrumente, garniert mit reichlich Hall, gebaut werden und jeden der ansonsten durchaus konventionell konstruierten Song als homogenes Ganzes erscheinen lassen.



Auszeichnungen

2002 Brit Award in zwei Kategorien
2004 Brit Award in zwei Kategorien



Diskografie

No Angel (1999)
Life for rent (2003)
Safe Trip Home (2008)



Weblink

http://www.didomusic.com (Offizielle Website der britischen Popsängerin Dido)