Duffy

Duffy, Aimee Anne, britische Popmusikern (Gesang, Text,Komposition), * Gwynedd (Wales) 23.6.1984; die Sängerin benutzt als Künstlernamen lediglich ihren Nachnamen.

Duffy interessierte sich schon als Kind für Musik: Angeblich fasste sie schon im Alter von sechs Jahren den Entschluss, Sängerin zu werden und trug ein Notebook mit sich herum, um ihre kompositorischen Ideen und Songtexte festzuhalten. Seit ihrem 15. Lebensjahr sang sie in lokalen Rockbands und bewarb sich dann um die Teilnahme in der walisischen Castingshow »Wawffactor«. Der zweite Platz in dem Wettbewerb bedeutete für Duffy aber keineswegs den Beginn einer Karriere als Popstar. Es blieb bei Engagements in regionalen Bands und die Sängerin entschloss sich, zunächst ein Studium zu absolvieren und die Musik nur als Hobby zu betrachten. Gemeinsam mit dem Gitarristen David Burton trat sie regelmäßig in einem Jazz- und Bluesclub auf und spielte schließlich gemeinsam mit Burton einige Demo-Aufnahmen ein. Die aus den Aufnahmen resultierende EP kam auf die Schreibtische von Owen Powell – früher Gitarrist bei der walisischen Band Catatonia – und Richard Parfitt von der Band 60 ft Dolls, die 2004 wiederum Duffy mit der Co-Eignerin des Labels und Vertriebs Rough Trade bekannt machten. Lee brachte Duffy mit dem Gitarristen Bernard Butler – früher bei Suede – zusammen, der in Duffy ein Talent für Soul-Musik sah und sie auf diese Musik einschwor. A & M Records machte dann das Rennen, die vielversprechende Sängerin mittels Vertrags an sich zu binden – nicht zuletzt, weil Butler und sein Partner David McAlmont als Komponisten, Musiker und Produzenten an der Einspielung des anstehenden Albums mitwirkten.

Im Vorfeld der Veröffentlichung der CD brachte A & M 2007 die Single »Rockferry«, Anfang 2008 dann die Single »Mercy« auf den Markt. »Rockferry« wurde vom Publikum zwar registriert, doch »Mercy« – eine Motown-Paraphrase, wie sie authentischer kaum sein könnte – kam in diversen europäischen Ländern auf Platz eins der Hitparaden und wurde selbst in den USA mit einer Notierung in den Top Fourty bemerkt. Das Album »Rockferry«, kurz nach »Mercy« veröffentlicht, war dann in den USA und Europa gleichermaßen erfolgreich. Auftritte in Jools Hollands TV-Show »Later with…« zeigten sie als versierte Sängerin, die auch mit der Konzertsituation dieser Show souverän umgehen konnte.

Duffy wirkt auf den ersten Blick wie der Gegenentwurf zu Amy Winehouse: Wie diese hat sie großen Erfolg mit authentisch nachempfundenen Soul-Titeln – doch ist sie blond, nimmt keine Drogen, verprügelt niemanden und ihr Name ist in den einschlägigen britischen Radaublättern nicht zu finden. Butler und Produzent Booker hatten die Stilmittel des Soul wie der frühen Girlgroups rigoros genutzt, um die Stimme der Sängerin ins rechte Licht zu setzen: Allemal tauchten sie die Stimme in reichlich Hall und stellten sie vor die Instrumentalbegleitung. Ein Vergleich mit Dusty Springfield und ihrer Memphis-Phase dagegen ist allzu bemüht – zu verschieden sind Stimmklang und Gesangsstil.

Diskografie

Rockferry (2008)

Weblinks

www.iamduffy.com (Offizielle Website der britischen Sängerin Duffy)