Esperanza Spalding

Spalding, Esperanza, amerikanische Jazzmusikerin (Kontrabass, Bassgitarre, Gesang), * Portland (Oregon) 1984.

Biografie

Esperanza Spalding erhielt bereits als Kind eine musikalische Ausbildung und lernte Oboe, Klarinette und Violine. Sie spielte Violine im Orchester der Chamber Music Society of Oregon, dachte aber keineswegs an eine Karriere als Musikerin. An der High School ab er entdeckte sie zufällig den Kontrabass für sich und war von dem Instrument fasziniert. Bestärkt von ihren Lehrern wechselte sie zum Bass, lernte bei Ken Baldwin und nahm dann auch an der Portland University ein Musikstudium auf, dass sie später an der Berklee School of Music fortsetzte; neben anderen war der Pianist und Komponist Michel Camilo ihr Lehrer. Unmittelbar nach ihrem Abschluss wurde sie von der Leitung der Schule als Lehrkraft engagiert.
Innerhalb kürzester Zeit wurde ihr Name in der Jazz-Welt der amerikanischen Ostküste bekannt. Sie spielte mit Camilo, der Sängerin Patti Austin, den Bassisten Charlie Haden und Stanley Clarke, dem Vibraphonisten Dave Samuels, dem Gitarristen Pat Metheny und dem Saxophonisten Joe Lovano. Zu ihrem eigenen Trio gehören der Schlagzeuger Otis Brown und der Pianist Leo Genovese, gelegentlich tritt noch der Gitarrist Ricardo Vogt hinzu.
2006 veröffentlichte Esperanza Spalding ihr Debüt-Album, »Junjo«, das die Musikerin über die USA hinaus gekannt machte. Seitdem trat sie bei diversen Festivals weltweit auf. Die zweite CD (»Esperanza«) folgte 2008.
Auf den beiden unter ihrem Namen veröffentlichte CDs sind mehrheitlich auch ihre Kompositionen vertreten. Die Musik Brasiliens übt eine erhebliche Anziehungskraft auf die Musikerin aus, und so gehört Gesang allemal dazu. Dabei verzahnt sie Gesang und Kontrabass- oder Bassgitarrenspiel geradezu in einer kontrapunktischen Weise: Selten singt sie wie ehedem Slam Stewart unisono zu ihrem Spiel, sondern immer in einer Art Wechselgespräch, wobei Gesangs- und Basslinie über weite Strecken rhythmisch völlig unabhängig voneinander nebeneinander verlaufen. Häufig wechselt sie aus englischen, spanischen oder portugiesischen Texten unvermittelt in den Scat-Gesang, improvisiert zu ihrem eigenen, ebenfalls nicht stur festgelegtem Bassspiel und kehrt ebenso unvermittelt wieder zum Text zurück. Das alles geschieht mit einer frappierenden Leichtigkeit, so dass jeder, der Esperanza Spalding im Konzert zugesehen und zugehört hat, des außergewöhnlichen Talents dieser Musikerin gewahr wird.



Diskografie

Junjo (2006)
Esperanza (2008)



Weblink

http://www.esperanzaspalding.com (Offizielle Website der amerikanischen Jazzbassistin und –sängerin Esperanza Spalding)