Jennifer Hudson

Hudson, Jennifer, amerikanische Soul- und R&B-Sängerin und Schauspielerin, * Chicago (Illinois) 12. 9. 1981.

Biografie

Jemnnifer Hudson sang bereits als Kind im Kirchenchor sowie 1995-1999 im Chor der Dunbar Vocational Career Academy, erhielt jedoch keine reguläre Gesangsausbildung. Nach ihrer Schulzeit nahm sie bei der Disney Cruise Ship Line ein Engagement als Sängerin an und sang in den an Bord der Kreuzschiffe aufgeführten Musicals. Diese Erfahrung veranlasste sie, eine professionelle musikalische Karriere einzuschlagen und sich bei der Talentshow »American Idol« zu bewerben. Zwar schied sie vor der Endrunde aus, doch erhielt sie aufgrund der Joker-Vergabe eines der Jurymitglieder die Chance, dennoch an der Endrunde teilzunehmen. Trotz der Fürsprache durch Elton John, der als Ehrenmitglied der Jury an der Endausscheidung beteiligt war, erhielt Jennifer Hudson nicht den ersten Preis des Wettbewerbs.
Auch die obligate Tournee der drei Erstplatzierten des Wettbewerbs blieb für die Sängerin zunächst ohne Folgen. 2005 wurde sie unter 780 Bewerberinnen für die Rolle der Effie White in der Verfilmung des Broadway-Musicals »Dreamgirls« ausgewählt (2006; Regie: Bill Condon). In dieser Rolle überzeugte Jennifer Hudson sowohl als Schauspielerin wie als Sängerin; besonders der Song »And I am telling you I’m not going« zeigte Jennifer Hudson als überragende Sängerin. Für ihre Rolle erhielt sie 2007 den Golden Globe und einen Grammy.
Der ungewöhnliche Karriereweg Jennifer Hudsons hatte zur Folge, dass sie bis Ende 2006 keinen Plattenvertrag besaß und auch nur auf wenigen anderen Schallplattenproduktionen zu hören war, so etwa auf Meat Loafs »Bat out of hell III: The monster is loose« (2006) und auf den in der Folge von »American Idol« erschienenen Sammelplatten. 2006 nahm Clive Davis sie für das Label Arista unter Vertrag.
Der kometenhafte Aufstieg Jennifer Hudsons beruht vor allem auf ihrer phänomenalen Stimme. Besonders angesichts ihrer Beiträge zu dem Film »Dreamgirls«, allen voran »And I am telling you I’m not going«, sind Vergleiche zu der im Gospel wurzelnden Expressivität einer Aretha Franklin nicht abwegig. Dass es ihr trotz ihrer Teilnahme an »American Idol« zunächst nicht gelang, im amerikanischen Musikgeschäft Fuß zu fassen, sondern erst über einen Film zu einem mehr als 25 Jahre alten Musical, der ihr dann aber zu einem Golden Globe und zu einem Grammy verhalf, wirft ein eigentümliches Licht auf die Regularien der Musikindustrie. So konnte sie erst Ende 2008 ihr erstes eigenes Album veröffentlichen.



Diskografie

Dreamgirls (2006)
Jennifer Hudson (2008)



Weblinks

http://www.jenniferhudson.net (Offizielle Website der Sängerin Jennifer Hudson)