Katy Perry

Perry, Katy, eigentlich Katheryn Elizabeth Hudson, amerikanische Pop-Musikerin (Gesang, Gitarre, Text, Komposition), * Santa Barbara (Kalifornien) 25.10.1984, die Sängerin wählte als Nachnamen den Geburtsnamen ihrer Mutter.

Katheryn Hudson kam in einem stark religiös geprägten Elternhaus zwar früh mit Gospelmusik in direkten Kontakt und sang in einem Gospelchor, lernte unter dem einschränkenden Einfluss ihrer Eltern Rock- und Popmusik aber erst im späteren Teenageralter kennen. Der Eindruck etwa der Musik von Queen war dann aber so nachhaltig, dass Katheryn Hudson eine Karriere als Popsängerin in Angriff nahm. Bereits 2001 erhielt sie bei der Schallplattenfirma Red Hill Records einen Plattenvertrag und ging kaum achtzehnjährig nach Los Angeles. Ihr Debütalbum »Katy Hudson« enthielt noch Gospelgesänge und erregte beim einschlägig interessierten Publikum durchaus Gefallen, war jedoch keine CD für den Pop-Markt, den die Sängerin eigentlich im Blick hatte. Um das christliche Image abzuschütteln, das ihr seit dem Erstling anhing, und um eventuell mögliche Verwechslungen mit der Schauspielerin Kate Hudson zu vermeiden nannte sich Katy Perry, tat sich mit dem aus Scott Spock, Lauren Christy und Graham Edwards bestehenden Produzenten-Team The Matrix zusammen, das schon Avril Lavigne, Britney Spears, Liz Phair, Shakira und Christina Aguilera zusammengearbeitet hatte. Dieser Plan schien zunächst aufzugehen, Perry veröffentlichte einige dieser Songs und weitere, die sie mit dem Produzenten Glen Ballard verfasst hatte, auf ihrer Internet-Präsenz. Das machte sie zwar bekannt, doch geriet sie über die zu veröffentlichende CD mit ihrem Plattenlabel in Streit, so dass sie schließlich keinen Vertrag mehr besaß.
Ihre Musik wie auch ihr öffentliches Auftreten im Internet hatten aber das Interesse der Plattenfirma Capitol Records geweckt und Katy Perry konnte sich endlich an die Fertigstellung eines Albums machen. Bevor »One of the boys« im Herbst 2008 veröffentlicht wurde, brachte Capitol 2007 die Single »Ur so gay« und im Frühjahr 2008 die Single »I kissed a girl« auf den Markt – und brach in den USA damit eine Diskussion vom Zaun, ob man es nun mit Homophobie oder Homophilie zu tun habe. Das mediale Aufsehen nützte Perry, der Song brachte es in allen wichtigen Plattenmärkten auf den ersten Platz der Hitparaden und das Album kam lediglich in Großbritannien nicht in die Top Ten.
Katy Perry hat mit ihrer noch kurzen, aber intensiven Karriere bewiesen, dass man nur bestimmte Knöpfe drücken muss, um das Interesse des Publikums zu wecken: Internet, mediale Präsenz in Film und Fernsehen, ein wenig Provokation inklusive der Beteuerung, kein »good girl« zu sein. Dahinter verblasst ihre Musik, ein technisch gut gemachter Verschnitt von Dance- und Pop-Elementen, durchsetzt von einigen Balladen, erzeugt mit Hilfe diverser elektronischer Instrumente.



Diskografie

Katy Hudson (2001)
One of the boys (2008)



Weblinks

http://www.katyperry.com (Offizielle Website der amerikanischen Pop-Sängerin Katy Perry)
http://www.katy-perry.de (Offizielle deutsche Website der amerikanischen Pop-Sängerin Katy Perry)