Maceo Parker

Parker, Maceo, amerikanischer Altsaxophonist, * Kinston (North Carolina) 14.2. 1943.

Biografie

Maceo Parker wuchs in einer musikalischen Familie auf und gründete mit seinen beiden Brüdern Melvin (Schlagzeug) und Kellis (Posaune) die Gruppe The Junior Blue Notes. Gemeinsam mit seinem Bruder Melvin studierte er an der Universität von North Carolina Musik. 1964 wurde der Soulsänger James Brown auf das Schlagzeugspiel von Melvin Parker aufmerksam und wollte ihn sofort für seine Band engagieren. Dies gelang ihm jedoch erst ein Jahr später und Melvin stimmte nur unter der Bedingung zu, dass Maceo ebenfalls in die Band aufgenommen werden würde. In der Bläser-Section der James-Brown-Band spielte Maceo Parker zunächst Baritonsaxophon, wechselte später aber zum Altsaxophon. Gelegentlich greift Maceo Parker auch zur Flöte.
Neben seinem Engagement in der James-Brown-Band verfolgte Parker zwar immmer Seitenprojekte, verließ Brown aber dennoch erst 1970 und gründete die Band Maceo and All The Kings Men. Mit dieser Formation spielte er zwei Alben ein.
Nach Auflösung seiner Band nahm Parker ein Engagement bei Bootsy Collins und George Clinton für deren Funkadelic- udn Parliament-Formationen an. Erst in den 1990er-Jahren forcierte er seine eigene Solo-Karriere. Er veröffentlicht seitdem CDs unter eigenem Namen und in wechselnden Formationen. So spielte er ab 2004 u. a. auch in der Band von Prince und nahm 2007 mit der Big Band des WDR ein der Musik Ray Charles‘ gewidmetes Album auf, dem er eine zweite CD mit Big-Band-Funk beilegte. Darüber hinaus war Parker an Produktionen etwa von Bernie Worrell, Bryan Ferry, Living Colour, De La Soul und den Red Hot Chili Peppers beteiligt.
Parker setzte mit seinem Spiel auf dem Altsaxophon den Maßstab, was als Funk-Saxophon zu gelten hat – kennt allerdings auch die Arbeit etwa von Grover Washington genau. Er spielt das Altinstrument nahezu ausschließlich im Sopran-Register, in einer schnellen, rhythmisch äußerst prägnanten Weise, durchsetzt von triolischen Figuren und meistens ein wenig vor dem Beat. Mit dieser Spielweise nahm er Einfluss auf zahllose Funk- und Jazzmusiker. So basieren die Spielweise etwa von David Sanborn oder Candy Dulfer, um nur zwei Saxophonisten zu nennen, zu einem guten Teil auf Parkers Vorbild. Doch finden sich auch Spuren dieses Stils etwa bei Jazz-Saxophonisten wie John Zorn. Parkers Spiel seinerseits wurde erheblich von Cannonball Adderley beeinflusst. Ausgehend vom Soul der 1960er-Jahre, über die Funkadelic- und Parliament-Phase bis hin zu jüngeren Entwicklungen in Hip-Hop und dem Alternativ-Rock einer Ani Difranco, war Parker an jeder Entwicklung des Funk beteiligt.



Diskografie

Doing their own thing (1970)
Us people (1974)
Funky music machine (1975)
For all the king’s men (1989)
Roots revisited (1990)
Mo‘ roots (1991)
Life on planet groove (1992)
Southern exposure (1993)
Maceo (1994)
Funkoverload (1998)
dial:MACEO (2000)
Made by Maceo (2003)
School’s in! (2005)
Roots & grooves (2007; mit der WDR Big Band)



Weblinks

http://www.maceo.com (Offizielle Website des Funk-Saxophonisten Maceo Parker)