Dimmer

Dimmer, von englisch dimmer für »Abblender«, Gerät zur Steuerung von künstlichen Lichtquellen; ein Dimmer ermöglicht es, die Leuchtkraft eines Leuchtmittels kontinuierlich abzuschwächen oder auch wieder zu erhöhen.

Lichtquellen zur Aufhellung oder zur Abdunkelung von Szenerien zu verwenden setzt eine Regelmöglichkeit der Leuchtmittel voraus. Waren früher dafür sehr große Regelwiderstände üblich, die als Spannungsteiler geschaltet waren. Dabei war auf einem Keramikrohr von beispielsweise 30 bis 50 Zentimetern Länge eine Wendel mit einem Widerstandsdraht (Konstantan) aufgebracht, der vom zur Lampe führenden Strom durchflossne wurde. Ein Schleifer, der über die Drahtwendel geführt wurde, ermöglicht es, die Spannung zu einem mehr oder weniger großen Teil der Lampe zuzuführen; der andere Teil wurde vom Widerstandsdraht in Wärme umgewandelt. Der Einsatz eines derartigen Potentiometers führte dazu, dass die Lampe nur einen Teil der für ihre Nennleistung erforderlichen Spannung erhielt und deswegen nur mehr oder weniger schwach leuchten konnte. Der Nachteil dieser Regler liegt darin, dass die überschüssige Leistung stets in Wärme umgewandelt wird, der Leistungsbedarf also immer gleich bleibt; zudem stellte die Wärmeentwicklung dieser Regelwiderstände in Theatergebäuden stets eine Gefahrenquell dar.
Mit der Entwicklung von Leistungshableitern wie Thyristoren und Triacs wurden dies Widerstände von Dimmern abgelöst, die dafür sorgen, dass die Leuchtmittel lediglich einen regelbaren Anteil der vollen Phase des Wechselstroms erhalten. Dementsprechend gibt es so genannte Phasenanschnitts- und Phasenabschnittssteuerungen; letztere werden etwa bei der Steuerung von so genannten elektronischen Transformatoren für die Versorgung von Niedervolt-Halogenlampen.
In der Professionellen Lichttechnik, wie sie etwa auch bei Rock- und Popkonzerten eingesetzt, sind Dimmer entweder Teil des jeweiligen Scheinwerfers oder aber werden in größerer Zahl in Racks eingebaut. Zur Steuerung kann die DMX-Technik eingesetzt, die eine Regelung des Lichts in 256 Stufen ermöglicht. Die verwendeten Dimmer regeln den Leistungsbedarf der Scheinwerfer dabei nicht auf Null, sondern sorgen immer für eine minimale Spannungsversorgung, damit die Scheinwerfer einerseits schneller auf Veränderungen reagieren können, andererseits die Lebensdauer der Leuchtmittel erhalten bleibt.