Wah-Wah-Pedal

Wah-Wah-Pedal, Effektgerät vornehmlich für Gitarren, elektromechanische und elektronische Orgeln, im Prinzip aber für jedes elektrische Instrument verwendbar; das Gerät wurde 1966 von Warwick Electronics Inc./Thomas Organ Company vorgestellt.

Wah-Wah-Pedal "Cry Baby"

Wah-Wah-Pedal, hier das klassische Modell der Firma Dunlop (Fotolia)

Das Wah-Wah-Pedal wird in den Signalweg zwischen Instrument und Verstärker geschaltet; eine By-Pass-Schaltung ermöglicht es, den Effekt auch zu umgehen. Die elektronische Schaltung selbst besteht aus einem schmalbandigen, nicht besonders steilflankigen Bandpass-Filter. Breite des Frequenzbandes und Güte des Filters können bei manchen Geräten eingestellt werden, doch sind bei den klassischen Geräten aus den 1960er-Jahren diese Werte fest vorgegeben. Der Bereich des Bandpasses kann über das eingehende Frequenzsignal mit Hilfe eines Potentiometers verschoben werden. Zu diesem Zweck wird der Wert eines Potentiomers, das über eine Zahnstange/Zahnrad-Kombination mit dem Pedal verbunden ist, verändert. Der resultierendende Gitarrenklang – einigermaßen trainierte Handhabung vorausgesetzt – ist mit dem Begriff sprechend nicht falsch umschrieben, erinnert aber auch an Katzengeräusche. Besondere Wirkung ergibt sich in Kombination mit einem Verzerrer.

Der Wah-Wah-Effekt war um 1970 auf der Höhe seiner Beliebtheit, jedoch gehört es seit den späten 1960er-Jahren zum Arsenal an Effektgeräten eines jeden Gitarristen; Eric Clapton und Jimi Hendrix erzielten mit dem Gerät seinerzeit überraschende Wirkung. Alle Möglichkeiten dieser Technik kann man auf Frank Zappas Album »Hot rats« (1969) studieren; als Beispiel für die Verwendung des Pedals bei einer elektrischen Orgel sei das (einzige) Album von Attila genannt, gleichfalls aus dem Jahr 1970. Einen versteckten Hinweis auf den zu erwartenden Klang gibt der Name eines bekannten Wah-Wah-Pedals: Es heißt Cry baby.