Fullrange-Box

Fullrange-Box, zusammengesetzt aus englisch full für »voll, vollständig« und range für »Umfang«, Lautsprecherbox in P.A.-Systemen, die den kompletten Frequenzbereich des Hörumfangs wiedergeben kann; es handelt sich meist um Drei-Wege-Systeme in manchen Fällen auch um Zwei-Wege-Systeme.

In den 1960er-Jahren, als die P.A.-Technik entwickelt wurde, wurden die Lautsprecher-Chassis – Tieftöner, Mitteltöner und Hochtöner – jeweils in eigene Gehäuse eingebaut, die Lautsprechergehäuse danach übereinander gestapelt. Unten standen dann die Gehäuse für die Basslautsprecher, darauf wurden die Gehäuse für die Mitteltöner gestellt, oben die Hochtöner. In den ausgehenden 1970er-Jahren kamen Fullrange-Boxen auf, die in einem Gehäuse einen Basslautsprecher, einen Mitteltöner und einen Hochtöner mit vorgesetztem Horn beherbergten. Diese Boxen geben in etwa den Frequenzumfang des menschlichen Hörbereichs wieder, also etwa von 40 bis 20 000 Hz. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Komponenten einer Fullrange-Box – Lautsprecher und Frequenzweiche – sind aufeinander abgestimmt und in ein für die jeweilige Kombination optimal angepasstes Gehäuse eingebaut. Für kleine Auftrittsorte genügen wenige Boxen, für größere wird eine mehr oder weniger große Anzahl von Boxen gleicher Art zusammengestellt, mitunter ergänzt durch separate Subbass-Boxen.

Fullrange-Boxen sind aber nicht nur im P.A.-Bereich üblich. So sind Bühnen-Monitore ebenfalls Fullrange-Boxen, oft aber als Zwei-Wege-Systeme ausgeführt. Auch Studio-Monitore sind in aller Regel Fullrange-Systeme, wobei hier sowohl Zwei-Wege- als auch Drei-Wege-System zum Einsatz kommen. Schließlich handelt es sich ei den meisten Hifi-Boxen im Heimbereich um Fullrange-Boxen.