In-ear monitors

In-ear monitors, abgekürzt IEMs, zusammengesetzt aus englisch in für »in«, ear für »Ohr« und monitor für »Monitor«, aus einem Par Ohrhörer bestehendes Monitor-System, dass im Konzert auftretende Musiker anstelle von Monitor-Boxen benutzen.

Bis in die 1980er-Jahre hinein war es üblich, dass bei Konzerten auf dem Bühnenboden Fullrange-Lautsprecher aufgestellt wurden, die in Richtung der Musiker strahlten und ihnen ermöglichten die gerade produzierte Musik auch zu hören. Jedem Musiker waren dabei ein oder mehrere Monitore zugeordnet, die jeweils auch unterschiedliche Mischungen abstrahlen konnten, also etwa für den Schlagzeuger eine andere als für den Sänger. Mitte der 1970er-Jahre begannen einige Schlagzeuger – etwa Danny Seraphine von Chicago -, auf die Monitore, die oft als so genannte Side-Fills rechts und links vom Schlagzeugpodest aufgestellt waren und in Richtung des Musikers strahlten, zu verzichten und statt dessen Kopfhörer zu benutzen.
Diese Idee wurde weiter ausgebaut, als so genannte Wireless-Systeme aufkamen, die die drahtlose Übertragung mittels Funk ermöglichten: Die Musiker erhalten dabei jeder einen kleinen UKW-Empfänger, an den ein Paar Ohrhörer angeschlossen wurden. Den jeweiligen Mix für diese In-Ear-Monitore stellte entweder das Hauptmischpult der P.A. in der Saalmitte oder aber ein besonderes seitlich von der Bühne aufgebautes Bühnenmischpult bereit. Als Ohrhörer wurden bald speziell auf den jeweiligen Musiker zugeschnittene Ohrhörer verwendet, die dem Ohr anatomisch angepasst waren und gleichzeitig einen Gehörschutz boten.
In-ear monitoring hat mehrere Vorteile: Monitor-Boxen treten auf der Bühne wegen der unterschiedlichen Lautstärke – Schlagzeuger benötigen größere Lautstärken als etwa Sänger – nicht in Konkurrenz zu den auf der Bühne befindlichen Instrumentalboxen., die an den Saal angepasste Mischung lässt sich also leichter bewerkstelligen. Musikern geben die Ohr-Monitore größere Bewegungsfreiheit und schließlich hat das Publikum ein freies Sichtfeld auf die Bühne.