Klangregelung

Klangregelung, in den Signalweg von Verstärkern eingebaute Vorrichtung zur Regelung des Lautstärkeanteiles von tiefen und hohen Tönen.

Die einfachste Form einer Klangregelung ist die so genannte Klangblende, mehr Möglichkeiten bietet die getrennte Regelung von Höhen und Tiefen (Bass, Treble), während professionelle Geräte der Studiotechnik – das sind grafische und parametrische Equalizer, die durch Auffächerung der Regelmöglichkeiten gezielte Eingriffe in den Frequenzgang ermöglichen. Aufgabe von Klangregeln ist es nicht in erster Linie, dem Hörer einen ihm subjektiv als angenehm empfundenen Klang zugänglich zu machen, sondern die Anpassung des Frequenzganges an Lautsprecher und den Raum, in dem sich die Wiedergabeanlage befindet. Die Regelung selbst wird mittels Dreh- oder Scheiberegler vorgenommen.
Klangblenden befinden sich früher in einfachen Rundfunkgeräten; durch den Einbau einfacher Netzwerke aus Widerständen und Kondensatoren war es mit Hilfe der Klangblenden möglich, den Höhenanteil des Signals in der Lautstärke abzusenken. Als Klangblende sind oft auch die einfachen Klangregelungen an elektrischen Gitarren und Bässen ausgebildet. Der Höreindruck dieser einfachen Klangregelungen lässt sich nur mit dem Wort »dumpf« beschreiben.
Bei den meisten Geräten im Bereich der Heimelektronik – das betrifft vor allem Stereo- und Mehrkanalverstärker – ist es möglich tiefe und hohe Frequenzen getrennt anzuheben oder abzusenken. Zwar kommen auch hier einfach gebaute Tief- und Hochpassfilter zur Anwendung, die Trennung der Frequenzbereiche aber sorgt allein schon für eine größere Wirkung der Klangregelung. Derartige Klangregelungen sind auch unter dem Namen »Kuhschwanz-Regelung« bekannt; der Namen resultiert aus dem Aussehen des Grades der Amplitudenveränderung, wenn man diese in einer Grafik verdeutlicht.
In viele im Heimbereich gebräuchliche Stereoanlagen werden keine klassischen Klangregelungen mit Entzerrern für Höhen und Tiefen eingebaut, vielmehr bieten diese Geräte mehrere Klangprogramme – aufgeteilt etwa nach musikalischen Genres wie Rock, Pop, Jazz und Klassik – die fest eingestellt sind und mitunter auch nicht verändert werden können. Bei diesen Klangregelungen steht das subjektive Klangempfinden des Hörers im Vordergrund. Dem gegenüber stehen Verstärker, die gar keine Klangregelung besitzen oder aber abgeschaltet werden kann. Käufer derartiger Verstärker erwarten von Verstärkern, dass ihr Frequenzgang linear ist; Mängel von Lautsprechern und räumliche Gegebenheiten – wie etwa eine ausgeprägte Dämpfung in einem bestimmten Frequenzbereich – können mit diesen Geräten nicht ausgeglichen werden.
In manche Verstärker sind als Klangregelung so genannte grafische Equalizer eingebaut, die den Frequenzbereich in mehr oder weniger viele Abschnitte aufteilen und es damit erlauben, dies auch getrennt zu beeinflussen. Jeder Regler repräsentiert dabei einen für eben diesen Frequenzabschnitt zuständigen Filter. Parametrische Equalizer dagegen diesen dazu, eine bestimmten Abschnitt aus dem Frequenzband auszuwählen und diesen gezielt, also auch durch Veränderungen der Filtereigenschaften, zu verändern; das gewählte Band kann dabei sehr schmal sein.
Auf das menschliche Gehör wirken geringe Lautstärken so, als seien die tiefen Töne stark abgesenkt. Um diesem physiologisch bedingten Phänomen entgegenzuwirken, ist in manche Verstärker eine so genannte gehörrichtige Lautstärkeregelung eingebaut. Sie besteht aus einem Filter, der durch einen Schalter aktiviert werden kann und damit die tiefen Töne in der Lautstärke anhebt.