Looper

Looper, von englisch loop für »Schleife«, Gerät oder Software, mit deren Hilfe es möglich ist, kurze Stücke Musik zu samplen und als ostinate Figur beliebig oft abzuspielen. Der Name Looper bezieht sich auf ein zu einem Ring zusammengeklebtes Stück Tonband, das eben eine solche ostinate Figur enthält.

In der Frühzeit der elektronischen und elektroakustischen Musik in den 1950er-Jahren wurden derartige Tonbandschleifen dazu genutzt, sukzessive Kompositionen zusammenzustellen. Dazu wurde beispielsweise mit Hilfe eines Tongenerators ein mehr oder weniger langes Motiv auf einem Tonband aufgenommen, das beispielte Stück abgeschnitten und zu einem Ring, einer Tonbandschleife verklebt. Dieser Ring wurde wieder in ein Tonbandgerät eingelegt und von diesem abgespielt; mittels eine zweiten Tonbandgeräts wurde diese ostinate Figur so lange mitgeschnitten wie gewünscht.
Diese Arbeitsweise hat sich bis heute erhalten und wird in diversen Spielarten von Rock- und Pop-Musik, erst recht in der gesamten Dance Music genutzt, wenn auch keine Tonbandgeräte und keine realen Tonbandschleifen mehr benutzt werden. Stattdessen wird eine ostinate Figur, ein Loop generiert, der dann von dem Looper beliebig oft abgespielt werden kann. Dazu wird entweder ein existierender Ostinato mit dem Looper gesamplet oder aber mit einem Sequencer generiert, wobei natürlich auch Samples genutzt werden können. Ein Looper erlaubt es auch, die Abspielgeschwindigkeit des Loops zu erhöhen oder zu erniedrigen, ohne dass dies Einfluss auf die Tonhöhe des Loops hat; dies war mit Tonbandgeräten nicht möglich. Die »Aufnahmezeit« eines Loopers, also die maximale Länge eines Loops, ist zwar begrenzt, beträgt aber in der Regel wenigstens 20 Sekunden. Es gibt auch Looper, mit denen komplette Songs aufgenommen und als Loop abgespielt werden können.
Looper können daher natürlich für die Musikproduktion eingesetzt werden, doch werden in einem engeren Sinn eher Hardware-Geräte als Looper bezeichnet und deren Domäne ist der Einsatz im Instrumentaltraining und im Konzert. So kann ein Gitarrist beispielsweise ein Riff mit dem Looper produzieren und anschließend zu dem Riff improvisieren. Von Vorteil kann dann auch der in viele Looper eingebaute Drum Computer sein. Häufig sind Looper Bestandteil von Multieffekt-Boards, deren Effekt natürlich auch auf den Loop angewendet werden können.