Monitor

Monitor, über englisch von lateinisch monitor für »Aufseher, Mahner«, in der Musikelektronik doppelt benutzter Ausdruck einerseits für einen Bildschirm unterschiedlicher Größe, andererseits für eine Lautsprecherbox mit bestimmter Aufgabe.

1. Displays unterschiedlicher Größe sind in der Musikelektronik, insbesondere im Zusammenhang mit Keyboard-Instrumenten und Rack-Synthesizern, etwa seit Ende der1970er-Jahre üblich. Einerseits handelt es sich um die für Computer-Systeme üblichen Monitore, andererseits aber um in Instrumente mit elektronischer Klangerzeugung fest eingebaute Displays. Noch in den 1970er-Jahren waren es dabei einfarbige LCD-Displays, die nur zur Anzeige weniger Zeichen in der Lage waren. Sie konnten beispielsweise in schwarzer Schrift auf grünem Grund zwei Zeilen zu je 16 Zeichen darstellen. Im Laufe der Entwicklung elektronischer Musikinstrumente wurden größere und schließlich auch farbige Displays verwendet, bis dahin, dass manche Keyboards über einen regelrechten Bildschirm verfügen. Monitore dieser Art dienen nicht nur der Anzeige des Betriebszustandes des Instrumentes, etwa des gewählten Klang-Programms, sondern sind vor allem für die Programmierung der Geräte unerlässlich.
2. Lautsprecherboxen, die einerseits dem Musiker auf der Bühne eine Kontrolle über das eigene Spiel wie über das der anderen Bandmitglieder gibt, andererseits im Studio zur Prüfung aufgenommener Musik dient. Bühnenmonitore sind allemal Zwei-Wege-Systeme, werden oft mit einer eigenen Endstufe ausgestattet und stehen mit schräg nach oben gerichteter Front auf dem Boden vor dem Musiker. Meistens werden auf der Bühne mehrere Monitore verteilt. Den Boxen wird eine eigene Mischung zugeführt, die es dem einzelnen Musiker erlaubt, einerseits die Musik als Ganzes. Andererseits seinen Anteil daran zu hören. In jüngerer Zeit wird statt der Lautsprecher Monitore häufig das so genannte In-Ear-Monitoring eingesetzt, bei dem die Musiker den Monitor-Mix mittels Ohrhörer abhören.
Studio-Monitore sind Lautsprecherboxen, die aufgrund ihres möglichst linearen Frequenzgangs Musik sehr neutral wiedergeben. Bei größeren Studio-Monitoren handelt es sich meist um Drei-Wege-Systeme hoher Leistung, bei kleineren um Zwei-Wege-Systeme. Nicht wenige Produzenten verwenden als Studio-Monitore unter anderem auch handelsübliche Heimlautsprecher, um neue Musik in einer möglichst realistischen Umgebung prüfen zu können.