Nebelmaschine

Nebelmaschine, Lichttechnik, Gerät zum erzeugen von künstlichem Nebel und Dunst; obwohl eine Nebelmaschine selbst kein Licht abgibt, ist sie Teil von Lightshows in Diskotheken und bei Rock- und Popkonzerten.

Früher wurde durch die Erhitzung oder Verbrennung von Ölen oder Wachsen ein Rauch erzeugt, der etwa in Theater und Film Nebel vortäuschen sollte. Später kam für denselben Zweck Trockeneis zum Einsatz, das in heißes Wasser gegeben wurde; der dabei entstehende Dunst wurde zur Bühne geleitet. Seit den späten 1970er-Jahren wird für die Erzeugung von Nebel aber eine Nebelmaschine verwendet. In dieser Maschine befindet sich ein Tank, der mit einem aus destilliertem Wasser und Glykolen bestehendem Fluid gefüllt wird. Das Fluid, dem auch Duftstoffe beigemischt werden können, wird aus dem Tank in ein dünnes Rohr gepumpt, das von einem Heizelement umgeben ist und die Flüssigkeit auf bis zu 300 Grad erhitzt, wobei sie verdampft. Ein beigeleiteter Luftstrom sorgt für die Kondensierung des Dampfes, gleichzeitig für dessen Ausrichtung. Nebel dieser Art verteilt sich im ganzen Raum und lässt die Strahlen der Scheinwerfer plastisch hervortreten. Bodennebel hingegen verteilt sich über dem Boden, typisch ist ein etwa 30 Zentimeter hoher Bodennebel. Für diesen Nebel werden ebenfalls Nebelmaschinen verwendet, die aber mit flüssigem Stickstoff oder Kohlendioxid betrieben werden; Bodennebel wird seltener angewendet. Während einfach Nebelmaschinen per Hand oder Fernbedienung ein- und ausgeschaltet werden, können professionelle Geräte auch in die DMX-Technik einbezogen werden und vom Lichtmischpult aus gesteuert werden.