Notch-Filter

Notch-Filter, von englisch notch für »Einkerbung, Aussparung« und Filter, deutsch Kerb-Filter, im Niederfrequenzbereich ein Filter, mit dem Frequenzanteile schmalbandig unterdrückt werden können; der Notch-Filter ist das Gegenstück zum Bandpass-Filter.

Ein Notch-Filter ermöglicht es, aus dem hörbaren Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 000 Hz ein mehr oder weniger schmales Frequenzband in der Lautstärke so stark abzusenken, dass es im Spektrum keine hörbare Rolle mehr spielt. Es gibt Notch-Filter, bei denen der Filterbereich fest voreingestellt ist, während er bei anderen in mehr oder weniger weiten Grenzen frei gewählt werden kann. Auch die Güte (Q-Faktor) des Filters, also der Grad der Absenkung, kann eingestellt werden.
Seinen Namen erhielt der Noch-Filter nach dem Bild, das das Oszillogramm eines Frequenzbereichs zeigt: Das Lautstärkeniveau – im Oszillogramm eine waagerechte Gerade – zeigt im Wirkungsbereich des Filters eine deutliche Einkerbung nach unten.
Notch-Filter, deren Charakteristik immer eine besonders hohe Güte aufweist, werden insbesondere zur Ausblendung von Störgeräuschen verwendet, etwa zum Unterdrücken von Netzbrummen oder kritischen Frequenzbereichen, in denen akustische Rückkopplung befürchtet wird. Wegen dieser Einsatz, Möglichkeit werden Notch-Filter mitunter auch als Bandsperr-Filter bezeichnet. Die Nutzung für musikalische Zwecke, etwa in Synthesizern ist zwar möglich, aufgrund der Spezialisierung der Filter aber meist nur mit Einschränkungen.

 

Literatur

Görne, Thomas: Tontechnik; München 2011 (3. Auflage)