Patch-Kabel

Patch-Kabel, von englisch patch für »zusammenflicken«, Tontechnik, kurzes Kabel, mit dessen Hilfe zwei Geräte miteinander verbunden werden.

In der Musikelektronik werden Patch-Kabel für verschiedene Zwecke verwendet: Sie dienen dazu, mehrer Effektgeräte zusammenzuschalten oder Effektgeräte in den Effektweg von Mischpulte einzuschleifen. In Tonstudios sind in aller Regel so genannte Patchbays installiert, mit denen mehrere Effektgeräte ständig verbunden sind; die Geräte werden über Patch-Kabel mit den auf der Rückseite befindlichen Eingängen der oft in einem 19-Zoll-Rack eingebauten Patchbay verbunden. Die Buchsen auf der Vorderseite – eingebaut sind meist XLR- und Klinkenbuchsen – erlauben, es dann, mit weiteren Patch-Kabeln die Effektgeräte in beliebiger Reihenfolge zu kombinieren. Patchbays könne auch integraler Bestandteil von Mischpulten sein.
Patch-Kabel werden auch für den Einsatz von modular aufgebauten Synthesizern benötigt. Dabei kommen Klinkenstecker mit 6,35 mm Durchmesser oder Miniklinkenstecker mit 3,5 mm Durchmesser zum Einsatz. Mit Hilfe der Patchkabel werden die einzelnen Module des Synthesizers miteinander verbunden, der Ausgang eines VCOs mit dem Eingang eines VCFs, dessen Ausgang wiederum mit dem Eingang eines VCA, dessen Ausgang dann mit einer Verstärkeranlage verbunden werden kann. Patchkabel für Synthesizer sind oft nur einpolig beschaltet, der Massekontakt bleibt also frei. Möglich sind auch so genannte Y-Kabel, bei denen zwei Stecker auf einen Stecker führen. Mit deren Hilfe kann etwa ein LFO mit zwei VCA zusammengeschaltet werden.