Play-back-Verfahren

Play-back-Verfahren, auch abgekürzt nur Play-back, von englisch to play für »spielen« und back für »zurück«, Begriff aus der Tontechnik

Play-back wird ein bei Film- und vor allem Fernsehaufnahmen gängiges Verfahren genannt, bei dem im Falle einer musikalischen Darbietung der Ton von vorbereiteten Tonträgern kommt und von – im Bild nicht sichtbaren – Lautsprechern abgestrahlt wird. Die an der Szene beteiligten Musiker – Sängerinnen, Sänger, Instrumentalisten – stellen den Gesang beziehungsweise das Spiel der Instrumente pantomimisch dar und bewegen sich entsprechend der Musik, bewegen also beispielsweise den Mund synchron zum Ton, ohne wirklich zu singen.
Ganz ähnlich gestaltet sich das Verfahren bei der Musikproduktion, also auch bei Tonaufnahmen von Rock und Pop. Dabei spielt zunächst der Drummer den Schlagzeugpart ein. Danach folgen sukzessive Bassist und die anderen Instrumentalisten, dann erst Sängerin oder Sänger. Die vom Schlagzeuger und dem Bassisten zu einer Partie zusammengefassten Aufnahmen werden den anderen Musiker über Kopfhörer als Play-back zugespielt. Diese Methode kann auch bei der Aufnahme von Kunstmusik angewendet werden, indem die Parts der einzelnen Instrumentalgruppen getrennt aufgenommen und erst beim Abmischen zusammengefasst werden.