Power Attenuator

Power Attenuator, englisch power für »Kraft« und attenuator für »Abschwächer«, auch Power Soak, Vorrichtung, um die Ausgangsleistung eines Instrumentalverstärkers teilweise oder vollständig abzuschwächen, so dass sie nicht an den Lautsprecher weitergegeben wird, de facto wird der Klang leiser.

Mit Röhren aufgebaute Instrumentalverstärker – in der Regel Gitarrenverstärker – werden häufig übersteuert, um einen verzerrten Gitarreklang zu erhalten. Neben der Übersteuerung der Vorstufe (Distortion) wird dabei häufig auch die Endstufe übersteuert (Overdrive). Ist ein Lautsprecher an den Verstärker angeschlossen, so ist die dabei erzeugte Lautstärke enorm. Nicht immer ist dies erwünscht. Zwar will der Gitarrist den Klang der übersteuerten Endstufe haben, nicht aber die Lautstärke. Um die Lautstärke abzusenken, ohne den Klang zu verlieren, kann zwischen Verstärkerausgang und Lautsprecher ein Power Attenuator geschaltet werden.

Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, in das mehrere Hochlast-Widerstände eingebaut sind. Die vom Verstärker gelieferte Leistung wird also nicht ausschließlich dem Lautsprecher zugeführt, sondern teilweise oder ganz den Widerständen des Power Attenuators, die die Leistung schlicht in Wärme umwandeln. Ein Stufenschalter erlaubt es dabei, die Widerstände so zu kombinieren, dass die Lautstärke um beispielsweise 4 dB, 8 dB und 12 dB abzusenken. In manche Power Attenuatoren sind außerdem Filter eingebaut, mit denen der Klang in Grenzen nachgeregelt werden kann, etwa um Höhenverluste auszugleichen.

Für Bassverstärker ist der Einsatz von Power Attenuatoren nicht nötig, da Bassverstärker nicht mit Absicht übersteuert werden. Im Studio werden Bassverstärker häufig gar nicht benötigt, da der Bass direkt an das Mischpult angeschlossen wird.