Punch in

Punch in, englisch für »ein Loch stanzen in…«, einfügen einer kurzen Aufnahme in eine schon bestehende längere Aufnahme; die Technik, die bei Mehrspur-Bandgeräten und Sequencern bzw. DAWs möglich ist und meist dazu benutzt wird, misslungene Abschnitte der bestehenden Aufnahme durch die Wiederholung eines Teils der Aufnahmen zu korrigieren.

Bei Aufnahmen mit Mehrspur-Bandgeräten wird dazu an die Stelle gefahren, an der sich der zu korrigierende Abschnitt befindet; von Vorteil ist dabei ein exaktes Zählwerk der Bandmaschine. Punch in bedeutet in diesem Fall, dass nur an dieser Stelle auf dieser Spur aufgenommen wird, alle anderen Spuren bleiben dabei im vorhandenen Zustand erhalten. Punch out heißt dementsprechend das Beenden der Korrekturaufnahme.
Bei Punch in/Punch out in Bandaufnahmen muss sich der Toningenieur auf sein Gehör verlassen. Bei Software-Sequencern und DAWs kann der Vorgang am Bildschirm sehr genau gesteuert werden, da hier die zu ersetzende Stelle exakt beobachtet werden kann. Die Technik wird natürlich auch dazu benutzt, eine Aufnahme um Details zu ergänzen. Wird eine DAW eingesetzt, so muss der Musiker lediglich einigermaßen im Tempo der vorhandenen Aufnahme spielen, die exakte Positionierung kann auch später vorgenommen werden. Somit hat der Begriff beim Einsatz von Aufnahme-Software eigentlich die Bedeutung im ursprünglichen Sinn verloren. Ohnehin sind die Grenzen zum alltäglichen Overdubbing im Produktionsprozess fließend.