Regelverstärker

Regelverstärker, Verstärker, dessen Verstärkungsgrad sich selbst umgekehrt proportional zur Amplitude des anliegenden Signals regelt; leisere Töne werden also in der Lautstärke angehoben, laute abgesenkt.

Der Begriff wird eher in der Schaltungstechnik (Rundfunktechnik, ELA-Technik) verwendet als dass er zum Wortschatz von Musikern oder Toningenieuren gehört. Regelverstärker treten nicht als einzelnen Geräte auf, sondern sind Bestandteil von Limitern, Kompressoren und Compander/Expander-Kombinationen wie Rauschunterdrückungssystemen. Das Funktionsprinzip eines Regelverstärkers ist einfach: Aus der Höhe der am Eingang des Verstärkers anliegenden Tonspannung erzeugt eine besondere Schaltung eine proportional dazu schwankende Spannung, die den Verstärkungsgrad einer folgenden Verstärkerstufe (VCA) steuert. Die sehr kurze Zeit, die die Regeleinheit benötigt, um diese Steuerspannung zu erzeugen, kann bei schnell wechselnden Schwankungen der Amplitude des Eingangssignals zu dem unerwünschten Nebeneffekt des so genannten »Pumpens« führen. Dabei regelt der Verstärker ständig nach und bewirkt das Gegenteil dessen, was seine Aufgabe ist: Geringe Lautstärken werden noch weiter abgesenkt und große stärker angehoben. Um diesen Effekt zu vermeiden, kann der Regelverstärker so ausgelegt werden, dass die Reaktionszeit vergrößert wird, das Gerät also nicht jeder Amplitudenschwankung des Eingangssignals unmittelbar folgt.