Spiegelkugel

Spiegelkugel, Lichttechnik, Kugel von 20 bis 100 Zentimetern Durchmesser, in Einzelfällen auch mehr, die komplett mit quadratischen Stückchen von Spiegelglas beklebt ist; der von der Spiegelkugel hervorgerufene Lichteffekt zählt zu den ältesten Lichteffekten überhaupt.

Spiegelkugeln waren seit etwa 1920 in Tanzsälen zu finden. Die Kugeln werden relativ hoch zentral aufgehängt; ein oder auch mehrere Scheinwerfer werden auf die Kugel ausgerichtet. Trifft der Lichtstahl auf die Spiegelplättchen, wird er in vielen verschiedenen Richtungen reflektiert und erzeugt auf den Wänden des abgedunkelten Saals diverse Lichtpunkte, die an einen Sternenhimmel erinnern. Oft werden Spiegelkugeln an Elektromotoren aufgehängt, die ihrerseits an der Decke des Saals befestigt sind. Der Motor dreht die Kugel mit einer Geschwindigkeit von einer bis drei Umdrehungen je Minute, könne oft aber auch auf geringere Umdrehungszahl gestellt werden. Die Kugel selbst besteht meist aus Kunststoff und ist mit farblosen oder auch farbigen Spiegelglasquadraten von zehn bis 20 Millimetern Kantenlänge beklebt. Größere Kugeln können ein beträchtliches Gewicht haben. So wiegt eine Kugel mit einem Durchmesser von 100 Zentimetern 30 und mehr Kilogramm wiegen. Aus diesem Grund wird für die Spiegelelemente mitunter statt Glas dünnes poliertes Metall oder metallisierter Kunststoff verwendet, um ein geringeres Gewicht zu erhalten.
Spiegelkugeln gehören zum obligaten Inventar von Diskotheken und werden deshalb auch Discokugel genannt. Manchmal werden sie auch in Rock- und Popkonzerten eingesetzt.