A/D-Wandler

A/D-Wandler, Abkürzung für Analog-Digital-Wandler, auch A/D-Converter, elektronische Baugruppe, die der Wandlung analoger Signale in digitale Größen dient; die Wandlung macht die weitere Verarbeitung mittels digital arbeitender Geräte und Programme möglich.

A/D-Wandler sind in der Lage, eine am Eingang anliegende Spannung – etwa eine Tonfrequenzspannung – in digitale Werte zu wandeln. Dazu wird mittels des Pulscode-Modulation-Verfahrens die Spannung mitsamt ihren Schwankungen »abgetastet«, d. h. ihr werden Samples entnommen und in entsprechende digitale Werte umgesetzt. Dabei muss die Häufigkeit (Frequenz) der Abtastung mindestens doppelt so hoch sein wie die höchste zu erwartende Frequenz der Spannung. Da der Hörbereich bis etwa 20 000 Hz reicht, muss eine Tonfrequenzspannung wenigstens 40 000mal in der Sekunde abgetastet werden, um zu gewährleisten, dass der gesamte Hörbereich erfasst wird. In der Praxis nimmt man einen geringfügig höheren Wert. So gibt es für die Sample-Frequenz verschiedene Normen. Die gebräuchlichste ist eine Samplefrequenz von 44,1 kHz/sek, eine Tonspannung wird also 44 100mal in der Sekunde abgetastet. Die Samplefrequenz von 44,1 kHz/sek bei einer Datentiefe von 16 Bit wird beispielsweise in der CD-Produktion verwendet. In der Studiotechnik komme auf der Aufnahmeseite auch wesentlich höhere Sample-Rates zur Anwendung, etwa 96 kHz/sek oder auch 192 kHz/sek; gängig ist eine Datentiefe von 24 Bit.
A/D-Wandler sind in der Audiotechnik allgegenwärtig, etwa als Stand-Alone-Geräte, oder aber als Bestandteil von Mischpulten; auch in Soundkarten finden sich A/D-Wandler. Das Gegenstück – also ein Gerät, das digitale Impulse in analoge Spannungen umsetzt – ist der so genannte D/A-Wandler.