Analog Recording

Analog Recording, von englisch analog für »entsprechend« und englisch to record für »aufnehmen«, Aufnahmeverfahren, bei dem ein mit einer ferromagnetischen Schicht versehener Kunststoffstreifen, Tonband genannt, entsprechend der am Eingang des Tonbandgerätes anliegenden Tonfrequenzspannung durch einen so genannten Aufnahmekopf magnetisiert wird, Das Verfahren dient der Speicherung und Wiedergabe von Schallereignissen.

Das Analog Recording war als Tonaufnahmeverfahren etwa seit den 1940er-Jahren bis in die 1980er-Jahre hinein das hauptsächlich übliche Verfahren der Schallaufzeichnung. Im einfachsten Fall wird dazu ein Mikrofon mit einem Verstärker verbunden, dessen Ausgangsspannung wiederum an ein Tonbandgerät übergeben. Mit Hilfe des Tonbandgerätes werden die entsprechend des Schallereignisses schwankende Tonspannung zur Magnetisierung eines Tonbandes genutzt. Umgekehrt kann das magnetisierte Tonband mit Hilfe des in das Tonbandgerät eingebauten elektromagnetischen Wiedergabekopfes für die Wiedergabe des aufgezeichneten Schalls genutzt werden. Dabei entsprechen die Schwankungen der Spannung sowohl bei Aufnahme wie Wiedergabe dem ursprünglichen Schallereignis.
Seit den 1940er-Jahren erfuhr das Analog Recording eine stetige Weiterentwicklung und war bereits in den 1950er-Jahren das beste und am häufigsten genutzte Aufnahmeverfahren für Musik überhaupt. Gegen Ende der 1970er-Jahre begann die digitale Schallaufzeichnung das Verfahren allmählich zu verdrängen, so dass das Analog Recording etwa seit den 1990er-Jahren nur noch gelegentlich angewendet wird. Die meisten Studios können Aufnahmen im Analog-Recording-Verfahren überhaupt nicht mehr als Dienstleistung anbieten.
In seinen letzten Ausprägungen hatte das Analog Recording allerdings einen sehr hohen Standard in der Qualität der Schallaufzeichnung erreicht, zumal auf dem Gebiet der Rauschunterdrückung erhebliche Fortschritte zu verzeichnen gewesen waren. Einige Rockmusiker wie z. B. der amerikanische Sänger und Gitarrist Lenny Kravitz nahmen ihre Alben auch weiterhin unter Anwendung des Verfahrens auf und verwendeten dazu auch Geräte, die den technischen Stand der 1960er-Jahre repräsentierten. Die erste digitale Aufnahme (Digital Recording) wurde 1979 von dem amerikanischen Gitarristen Ry Cooder für sein Album »Bop Till You  Drop« durchgeführt.