Noise Gate

Noise Gate, von englisch Noise für »Geräusch« und Gate für »Tor«, Regeleinheit, die in einer elektroakustischen Übertragungskette einen Signalweg frei gibt oder sperrt, das Noise Gate gehört zu den so genannte Dynamik-Prozessoren.

Ein Noise Gate wird meist dazu eingesetzt, unerwünschte Stör- und Nebengeräusche zu unterdrücke, bzw. gänzlich auszuschalten. Es wird in die Übertragungskette zwischen Mikrofon bzw. Mikrofon-Vorverstärker und Nach- und Endverstärkung bzw. Aufnahmegerät eingefügt. Dieser Übertragungsweg wird von dem Noise Gate gesperrt, so lange das zu überragende Signal eine bestimmten, einstellbaren Schwellwert – Treshold genannt – nicht überschreitet. Wird der Weg überschritten, so gibt das Noise Gate den Übertragungsweg frei.
Ein häufiger Fall für den Einsatz eines Noisegates ist etwa die Verstärkung des Klangs einer Snare: Werden andere Instrumente wie etwa eine elektrische Gitarre oder ein elektrischer Bass, so gerät der Snare-Teppich in Resonanz, die sich in einem »Mit-Rascheln« der Snare äußert. Im Normalfall ist das Rascheln nur selten zu hören, weil es zu leise ist. Wird das Schlagzeug aber verstärkt oder aber im Studio aufgenommen, so wird das Rascheln als Störung empfunden. Aus diesem Grund wird zwischen das Mikrofon für die Abnahme der Snare und den Übertragungsweg ein Noise Gate geschaltet, dessen Schwellwert so eingestellt wird, dass es den Übertragungsweg erst dann frei gibt, wenn das Signal des Mikrofons eine bestimmte Größe erreicht; dies ist immer dann der Fall, wenn die Snare Drum tatsächlich mit dem Stock angeschlagen wird. Sinkt der Pegel dieses Signals unter den Schwellwert, so wird der Übertragungsweg vom Noise Gate wieder geschlossen.
Technisch besteht ein Noise Gate aus einem durch eine einstellbare Hüllkurve regelbaren Verstärker. Durch den einstellbaren Schwellwert wird einen Hüllkurve – das ist im Grunde ein Spannungsverlauf – ausgelöst, die ihrerseits einen Voltage Controlled Amplifier, (VCA), in seinem Verstärkungsverlauf beeinflusst.