Noise-Reduction-System

Noise-Reduction-System, Abkürzung NRS, in der analogen Tontechnik gebräuchliches System zur Unterdrückung des Bandrauschens.

Tonbänder lassen auch im unbespielten Zustand ein technisch bedingtes Rauschen hören, dass bei der Tonaufnahme durchaus störende Wirkung entfalten kann und etwa in Pianissimo-Abschnitten deutlich hörbar ist. Um dieses Bandrauschen in der Lautstärke so weit abzusenken, dass die Aufnahmen leiser Musik möglich ist, entwickelte der Englänger Ray Dolby (* 1933) Anfang der 1960er-Jahre – zunächst für den Einsatz in den damals neuartigen Kassetten-Tonbandgeräten – das Dolby-B-Verfahren. Für professionelle Zwecke wurden in seiner Firma später diverse Varianten des Verfahrens zur Marktreife gebracht. Die bekanntesten Dolby-Verfahren sind Dolby A und Dolby S. Andere Firmen – darunter auch Telefunken – präsentierten ähnliche NR-Syteme, darunter das Telcom-, das verwandte Highcom-Verfahren und das dbx-Verfahren. In allen Fällen handelt es sich um kombinierte Systeme von Kompandern (Kompressor/Expander) und Filtern; in einigen Ausprägungen kommen auch zwei Kompander-Systeme zum Einsatz.
Die Digitaltechnik macht Rauschunterdrückungssysteme überflüssig. Die avancierten Geräte der Firma Dolby jedoch ermöglichen analoge Aufnahmen in gleichwertiger Qualität, übertreffen in manche Fällen sogar die herkömmliche digitale Aufnahmetechnik.