Scribble strip

Scribble strip, zusammengesetzt aus englisch scribble für »kritzeln« und englisch strip für »Streifen«, improvisierte oder auch von vornherein vorgesehene Einrichtung bei mehrkanaligen Mischpulten, im einfachsten Fall ein unterhalb der Kanal-Fader aufgeklebter Papierstreifen, auf dem handschriftlich vermerkt ist, welches Klangereignis – Gesang, Instrument usw. – mit diesem Kanalzug geregelt wird.

Mit zunehmender Bedeutung der Mehrkanaltechnik bei der Tonaufnahme, aber auch im Konzert, wurden die benötigten Mischpulte ebenfalls größer, stellten also in der Regel eine Vielzahl von Kanälen bereit. Um die Übersicht darüber zu behalten, welches Instrument mit welchem Kanalzug zu kontrollieren ist, klebten Toningenieure unterhalb der Flachbahnregler der Kanäle über die gesamte Breite des Mischpulte seinen Streifen Papierklebeband und vermerkten darauf, welches Instrument auf welchem Kanal zu erwarten war. Da der Platz beschränkt war, wurden dazu meist Abkürzungen verwendet, also beispielsweise statt Microphone nur Mic auf das Band geschrieben.

Schon bald richteten die Mischpulthersteller ihre Geräte dementsprechend ein und ließen unterhalb, manchmal auch oberhalb der Kanalregler Platz für die Scribble strips frei. In jüngerer Zeit sind viele Mischpulte oberhalb der Kanalregler mit kleinen LCD-Bildschirmen – einer je Kanal – ausgerüstet, die vorher eingegebenen Text anzeigen, oft auch mit Presets für häufig verwendete Instrumente ausgerüstet sind.

Der klassische Scribble Strip ist damit nicht ausgestorben, häufig wird er noch bei Konzerten von weniger aufwändig ausgerüsteten Musikern und Bands eingesetzt.