Time-Stretching

Time-Stretching, auch Time-Correction, exakt aber Audio Time-Pitch Modification, Möglichkeit, den zeitlichen Verlauf eines digitalisierten Schallereignisses (Sample) zu verändern, ohne die Tonhöhe zu beeinflussen.

Ein analog etwa auf Tonband aufgezeichnetes Schallereignis kann zwar in seiner zeitlichen Dauer verändert werden, indem man etwa ein mit 19 cm/sek aufgenommenes Stück Musik mit nur 9,5 cm/sek abspielt, doch wird dadurch auch die Tonhöhe verändert: Das Musikstück erklingt eine Oktave tiefer. Bei digitalisierten Schallereignissen kann dieser Effekt ausgeschaltet, die Dauer eines Schallereignissen also verlängert oder verkürzt werden, ohne dass sich die Tonhöhe verändert. Dies wird mittels geeigneter Software vorgenommen, die etwa als Plug-In in Audio-Editoren eingebaut werden kann.
Mit dem Einsatz dieser Software werden etwa Intonationsschwierigkeiten eines Sängers ausgeglichen; dazu muss also der Teil einer Aufnahme, der in seiner zeitlichen Ausdehnung verändert werden soll, auf einem separaten Track vorliegen. Es gibt auch spezielle Geräte – oft CD- oder MP3-Player –, die ebenfalls die Möglichkeit des Time-Stretchings bieten; Musiker nutzen diese Möglichkeit, ein Musikstück zwecks Transkription langsamer ablaufen zu lassen.