Trainwreck Circuits

Trainwreck Circuits, amerikanischer Hersteller von Verstärkern für elektrische Gitarren, 1981 von Kenneth Fischer (* 1945, † 2006) in Colonia, New Jersey, gegründet.

Kenneth Fischer war während seiner Militärzeit mit der Wartung von elektronischen Geräten betraut worden, reparierte nach seinem Militärdienst Rundfunk- und Fernsehgeräte und nahm schließlich eine Stelle in der Verstärkerbau-Abteilung von Ampeg an. Als Ampeg 1967 an Magnavox verkauft wurde, verließ er die Firma und baute für einzelne Auftraggeber jeweils individuelle Instrumentalverstärker. Ab 1982 baute er Verstärker unter dem Firmennamen Trainwreck Circuits, es blieb aber bei der Herstellung von Einzelstücken, so dass keiner der Verstärker Fischers dem anderen gleicht. Fischer gab seinen Geräten weibliche Vornamen, Seriennummern gibt es nicht, wohl aber eine Art Seriennamen, die ersten Verstärker nannte er Liverpool 30.

Vorbilder für Fischers Verstärker waren vor allem britische Verstärker von Marshall und Vox, waren also beispielsweise wie der AC 30 von Vox in der Endstufe mit vier Röhren vom Typ EL 84 ausgestattet, andere mit zwei EL 34-Röhren oder dem amerikanischen Gegenstück 6V6GC. Als Fischer gegen Ende der 1990er-Jahre aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit nicht mehr fortsetzen konnte, übertrug er seine Schaltungsentwürfe der Firma Komet Amps.

Fischers Verstärker gelten als Boutique Amps und sind für diesen Bereich der Musikelektronik geradezu als prototypisch anzusehen. Auf dem Gebrauchtmarkt erzielen sie Preise im fünfstelligen-Dollar-Bereich.

Literatur

Pittman, Aspen: The Tube Amp Book; Deluxe Revised Edition, San Francisco 2003

Weblink

http://www.trainwreck.com (Website zu Trainwreck)